veröffentlicht am: 14.01.2002 von admin

Hilfe für psychisch kranke Studierende

Der regionale Rehabilitationsdienst Lavie und das Studentenwerk OstNiedersachsen haben in diesem Monat ein neues Hilfsangebot gestartet, das sich speziell an Studierende mit psychischen Erkrankungen richtet. Im Rahmen der angebotenen Beratung können spezifische Schwierigkeiten berücksichtigt werden, die über die normalen Lern- und Arbeitsstörungen oder Prüfungsängste hinaus gehen. Falls eine sinnvolle Fortsetzung des Studiums auch mit dieser Unterstützung nicht gelingt, soll den Ratsuchenden anschließend dabei geholfen werden, berufliche Alternativen zu entwickeln. Damit soll verhindert werden, dass sie länger als notwendig in der für sie dann perspektivlosen Rolle des Studierenden verharren.

Das Angebot ist kostenlos. Es wird also nicht mit der Krankenkasse abgerechnet. Die beteiligten Psychologen, Fachärzte und Sozialpädagogen sind ausschließlich beratend tätig und unterliegen natürlich der Schweigepflicht.

Das Unterstützungsprogramm ist keine Alternative, sondern eine Ergänzung zu anderen Behandlungs-, Beratungs- und Betreuungsangeboten. Nach der Kontaktaufnahme werden in einem Gespräch zunächst die Vorgeschichte abgeklärt und das konkrete Hilfsangebot besprochen. Die weitere Beratung wird dann von Psychologen und Sozialpädagogen durchgeführt. Die Studierenden können dabei sowohl an Kursen teilnehmen als auch Einzelberatungen in Anspruch nehmen.

Die Konzeption für das neue Angebot wurde auf der Grundlage entsprechender Projekte in Boston und Münster von Lavie und der Psychotherapeutischen Beratungsstelle des Studentenwerks gemeinsam entwickelt. Die Beratung wird durch Mitarbeiter von Lavie in den Räumen der Beratungsstelle durchgeführt. Durch die enge Zusammenarbeit besteht die Möglichkeit wechselseitig Hilfesuchende weiterzuvermitteln

Beraten und begleitet wird das Projekt von Herrn Prof. Dr. Mauthe, der nicht nur die Problematik psychotischer Erkrankungen, sondern auch die praktische Situation der Studierenden kennt.

Interessierte Studierende aus Braunschweig, Wolfenbüttel, Salzgitter oder Wolfsburg können sich unter der Telefonnummer 0531/4811784 an eine Mitarbeiterin von Lavie wenden oder sich direkt in der Psychotherapeutischen Beratungsstelle am Fallersleber-Tor-Wall 10 informieren. Dort findet zusätzlich dienstags und donnerstags von 15 bis 17 Uhr im ersten Stock eine offene Sprechstunde mit einer Mitarbeiterin von Lavie statt.