veröffentlicht am: 2.06.2003 von admin

Mehr Studierende, mehr Essen, mehr BAföG

Das Studentenwerk OstNiedersachsen legte am Montag die Geschäftszahlen für das vergangene Jahr vor. Fast in allen Bereichen sind Steigerungen zu verzeichnen.
Im vergangenen Wintersemester studierten an den sieben betreuten Hochschulen im Raum Nordostniedersachsen insgesamt 42.376 Studierende (+2,7%). Größter Standort ist Braunschweig mit 16.937 Studierenden (+1,1%).
Aus dem Betrieb von Mensen und Wohnanlagen wurden Einnahmen in Höhe von 14.608.300 € (+12,8%) erzielt. Hinzu kamen Semesterbeiträge, Zuschüsse und Kostenerstattungen, so dass sich die Einnahmen insgesamt auf 22.588.300 € beliefen. Dem gegenüber standen Ausgaben in gleicher Höhe. Diese Mittel flossen im Wesentlichen in die Region, da in allen Bereichen großer Wert auf die Zusammenarbeit mit regionalen Anbietern gelegt wird. Dies gilt nicht nur für den Wareneinkauf in der Mensa sonder z.B. auch für die Auftragsvergabe an Handwerker oder Druckereien. Der größte Posten bei den Ausgaben waren allerdings die Löhne und Gehälter für die rund 330 Beschäftigten.
2002 wurden in den insgesamt zehn Mensen so viele Essen ausgegeben wie noch nie: fast 3,2 Millionen (+18,8%). Nachdem das Studentenwerk schon vorher der bundesweit viertgrößte Anbieter studentischer Verpflegung war, hat es nun Hamburg und München überholt und ist auf den zweiten Platz vorgerückt. Mehr verkaufte nur noch das Studentenwerk Berlin. Klarer Spitzenreiter innerhalb des Studentenwerks war der Standort Braunschweig mit fast zwei Millionen Mahlzeiten (+24,3%). Das bedeutet, dass im Jahr 2002 jeder Braunschweiger Studierende im Durchschnitt mehr als 100 Mal in der Mensa gegessen hat. Aber auch die weiteren Zahlen des Studentenwerks lassen sich sehen. So wurden im vergangenen Jahr 10.566 BAföG-Anträge bearbeitet (+7,9%), mehr als in jedem anderen Studentenwerk in Niedersachsen. Durchschnittlich erhielten im vergangenen Jahr 6.544 Studierende Ausbildungsförderung (+14,9%). Die insgesamt ausbezahlte Förderungssumme erhöhte sich um 19% bzw. 5,7 Mio. € auf 35.771.030 €.
Dass im vergangenen Jahr rund 1.000 Studierende die Psychotherapeutischen Beratungsstellen des Studentenwerks aufsuchten (+5%), zeigt, dass der Beratungsbedarf ungebrochen ist. Zum allseitigen Bedauern musste ein besonderes Angebot für psychisch kranke Studierende in Zusammenarbeit mit dem Rehabilitationsdienst Lavie GmbH aus Königslutter trotz großer Nachfrage eingestellt werden, da es dafür keine Zuschüsse gab.
Leicht rückläufig war nach einem extremen Anstieg im Jahr 2001 allein die Zahl der Wohnplatzanträge. 3711 Anträge bedeuteten ein Minus von 4,7%. Diese Zahl liegt allerdings immer noch fast 23% über dem Wert des Jahres 2000 (3022) und vor allem deutlich höher als die Zahl der insgesamt zur Verfügung stehenden Zimmer. Nach wie vor ist der Wohnraum an fast allen Standorten knapp. Das zeigt sich besonders zu Semesterbeginn, wenn es immer wieder lange Wartelisten gibt.
Reginald Rüter, Geschäftsführer des Studentenwerks freut sich über die positiven Zahlen, die vor allem dem großen Engagement der Mitarbeiter zu verdanken seien, gleichzeitig aber auch eine Verpflichtung für das laufende Geschäftsjahr darstellten: “Wir haben uns vorgenommen unseren Service und unser Leistungen noch weiter zu verbessern. Aus diesem Grund haben wir unter anderem gerade eine Umfrage zur Kundenzufriedenheit in unseren Mensen durchgeführt. Mit Ergebnissen ist allerdings erst Ende des Monats zu rechnen.”