veröffentlicht am: 21.11.2003 von admin

Per Laser-Technik zum Studieren ins Internet

Lüneburger Studierende, die in der Wohnanlage des Studentenwerks OstNiedersachsen in der William-Watt-Straße wohnen, können sich glücklich schätzen. Eine ganz neue Art der drahtlosen Internet-Anbindung wird ab dem 27. November dafür sorgen, dass sie einen noch besseren und schnelleren Zugriff auf das weltweite Wissen im Internet haben. Mittels Laser-Technik wurde das neu eingerichtete interne Netzwerk der Wohnanlage mit dem Internet-Zugang des knapp 500 Meter entfernten Fachhochschulsitzes in Volgershall verbunden. Nach der Freischaltung können die 150 neuen User auf diese Weise von ihrer Wohnung aus über die Fachhochschule mit einer Geschwindigkeit von 1 Mbit/Sekunde online gehen. Das ist eine etwa acht Mal höhere Übertragungsrate als bei einem DSL-Zugang. Die Laser-Technologie ist für Lüneburg gänzlich neu. Bisher wurden für die drahtlose Datenübertragung Mikrowellen genutzt. Diese stehen auch hier zur Verfügung für den Fall, dass der Laser einmal ausfällt, z.B. bei dichtem Schneetreiben. Das Gesamtsystem erreicht somit eine Ausfallsicherheit von 99,9%.
Besonderen Wert legt man beim Studentenwerk aber nicht nur auf die technologische Fortschrittlichkeit des Projekts, sondern auch darauf, dass es im Wesentlichen durch eine Gruppe von neun FH-Studenten der Studiengänge Automatisierungstechnik, Wirtschaftsinformatik und Betriebswirtschaftslehre realisiert wurde. Unterstützt wurden sie in ihrer Arbeit vom Rechenzentrum der FH. Dazu Geschäftsführer Reginald Rüter: “Die Studierenden wissen am besten, was sie technisch wollen und können auf diese Weise im Dienste einer guten Sache ihr Wissen und Können austesten. Wir haben mit solchen Projekten auch in anderen Wohnheimen schon gute Erfahrungen gemacht. Weitere Vernetzungen sind für die nächsten Jahre geplant, angesichts der derzeitigen Finanzkürzungen allerdings erst einmal aufgeschoben.”