veröffentlicht am: 21.08.2003 von admin

Zimmer – dringend gesucht

Wohnheimplätze für Studierende sind in Wolfsburg Mangelware. Deshalb bittet das Studentenwerk OstNiedersachsen private Vermieter, die preisgünstigen Wohnraum für Studierende anbieten können, ihr Angebot auf der Seite www.studentenwerk-braunschweig.de unter der Rubrik “Biete & Suche” einzutragen und damit den zukünftigen Wolfsburgern zugänglich zu machen. Am virtuellen Schwarzen Brett, das das Studentenwerk im Internet eingerichtet hat, können auch Zimmer- bzw. Wohnungsgesuche von Studierenden eingesehen werden. Dieses Angebot wird an anderen Standorten des Studentenwerks schon rege genutzt, ist in Wolfsburg bisher jedoch wenig bekannt.
Wie dramatisch die Situation ist, zeigt sich daran, dass dem Studentenwerk derzeit ca. 150 Wohnheimbewerbungen für September und Oktober vorliegen. Und täglich kommen neue hinzu. Doch die Plätze sind schon lange vergeben. Zur Zeit haben nur Studierende, die sich schon in den Monaten März und April beworben haben, eine Chance auf ein Zimmer zum Semesterbeginn. Alle übrigen Bewerber könnten frühestens im nächsten Jahr einziehen.
Diese Situation kommt für das Studentenwerk nicht überraschend. Seit Jahren weist man darauf hin, dass in Wolfsburg dringend zusätzlicher Wohnraum für Studierende geschaffen werden müsste. Das Land stellt dafür aber keine Mittel zur Verfügung. Während die Zahl der Studierenden in der VW-Stadt kontinuierlich wächst, bleibt die Zahl der Wohnheimplätze unverändert. Mittlerweile beträgt die Versorgungsquote nur noch 8,4% gegenüber 12,6% im Landesdurchschnitt. Und in näherer Zukunft wird sich die Lage eher noch verschärfen. Nachdem das Studentenwerk schon im vergangenen Jahr Kürzungen der Landesmittel in Höhe von rund 15% verkraften musste, sind für dieses und nächstes Jahr sogar 20% angekündigt. Betroffen sind unter anderem die Mittel für die Sanierung älterer Wohnheime. Geschäftsführer Reginald Rüter: “Wir müssen wohl oder übel Leistungen kürzen bzw. höhere Preise und Mieten verlangen. An eine Erweiterung der Wohnheimkapazitäten aus eigenen Mitteln ist nicht zu denken. Jetzt sind die privaten Vermieter gefragt.”