veröffentlicht am: 22.01.2004 von admin

Einsparungen gehen nicht zu Lasten der Studierenden

Wie berichtet, erhält das Studentenwerk OstNiedersachsen in diesem Jahr rund 600.000 Euro weniger Landesmittel. Nachdem die letzte Kürzung im Jahr 2002 eine Erhöhung des Semesterbeitrages zur Folge hatte, soll die erneute Streichung von 13% der Landeszuschüsse nun keine direkten Konsequenzen für die Studierenden haben. Das Studentenwerk OstNiedersachsen ist der Auffassung, dass Studierende bereits unangemessen belastet sind. Um eine Erhöhung der Studienkosten zu vermeiden, werde man, so Geschäftsführer Reginald Rüter, alle denkbaren Einsparmöglichkeiten ergreifen. Die Braunschweiger Studierenden wird freuen, dass der Semesterbeitrag daher mit 31 Euro der niedrigste in ganz Niedersachsen bleibt. Unverändert bleiben zunächst auch die günstigen Essenspreise in den Mensen und die Mieten in den Wohnanlagen. Die gestiegenen Energiepreise müssen allerdings an die Studierenden weitergegeben werden. Einsparungen erfolgen zum Großteil im Personalbereich, indem mehrere Stellen zunächst nicht wieder besetzt werden.
Betriebsbedingte Kündigungen konnten vermieden werden. Darüber hinaus gilt es, Investitionsmaßnahmen zu strecken, indem z.B. anstelle der geplanten drei Studentenwohnheime in diesem Jahr nur das Wohnheim in der Weststadt mit einem Internetzugang ausgestattet wird.
Rüter bittet die Landesregierung, die soziale Situation der Studierenden nicht weiter zu verschärfen: “Weitere Kürzungen der Finanzhilfe können wir nicht verkraften. Sie würden sich mit Sicherheit negativ auf die finanzielle Lage der Studierenden auswirken. Am härtesten träfe dies einmal mehr die ohnehin unterrepräsentierten Studierenden aus einkommensschwachen Familien.”