veröffentlicht am: 5.03.2004 von admin

Studierende dürfen mehr verdienen

Zu Beginn des Jahres hat es einige Änderungen im Steuerrecht gegeben, die sich positiv für Studierende auswirken. Sie dürfen jetzt monatlich statt 863 Euro 898,50 Euro brutto verdienen ohne Steuern zahlen zu müssen. Beim Jahresverdienst erhöht sich die Grenze von 10.367 Euro auf 10.782,50 Euro. Beides gilt, wenn man auf Lohnsteuerkarte arbeitet und die Steuerklasse 1 hat. Studierende, die diesen Betrag voll ausschöpfen wollen, sollten allerdings genau nachrech-nen. Ihre Eltern verlieren dann nämlich den Anspruch auf Kindergeld. Die Grenze dafür hat sich zwar erhöht, von 7.188 Euro auf 7.680 Euro, liegt aber immer noch deutlich unter dem steuerfreien Jahreseinkommen. Bei 154 Euro Kindergeld pro Monat gingen bei Überschreiten dieser Grenze 1.848 Euro verloren.
Die jüngsten Gesetzesänderungen wirken sich aber nicht nur positiv für Studie-rende aus. Sie müssen – wie alle anderen auch – zukünftig Praxisgebühr bezahlen und können sich nicht mehr von der Zuzahlungspflicht bei Medikamenten befreien lassen. Auch Studierende müssen jetzt also bis zu 2% der Brutto-Haushaltseinnahmen pro Jahr zuzahlen. Die Einkommensgrenze für familienver-sicherte Studierende liegt übrigens bei monatlich 340 € bzw. 400 €, wenn eine geringfügige Beschäftigung (Minijob) ausgeübt wird. Familienversichert heißt beitragsfrei in der Krankenkasse der Eltern, Ehegatten oder sonstigen Unterhaltspflichtigen mitversichert. Der studentische Kranken- und der Pflegeversi-cherungstarif betragen unverändert 46,60 € bzw. 7,92 €. Allerdings ist hier eine Erhöhung zum 1.10. des Jahres zu erwarten.
Für studierende Eltern hat sich beim Erziehungsgeld einiges geändert. Das Erziehungsgeld selber wird etwas niedriger ausfallen. Je nach Modell gibt es nur noch 450 bzw. 300 Euro statt vorher 460 oder 307 Euro. Vor allem aber haben sich die Einkommensgrenzen für das Recht auf Erziehungsgeld stark geändert. Da sich auch die Berechnung des Einkommens geändert hat, ist eine Kurzdarstellung nicht möglich. Wer sich dafür interessiert, sollte unter www.mfas.niedersachsen. de nachlesen. Informationen zu allen Bereichen gibt es darüber hinaus beim Studentenwerk, das zu den Neuregelungen ein eigenes kurzes Faltblatt herausgebracht hat, das in der Geschäftsstelle Katharinenstraße bzw. im Internet erhältlich ist: www.studentenwerk-braunschweig.de.