veröffentlicht am: 27.10.2005 von admin

Mensa-Essen wird billiger!

Am Montag fand in den beiden großen Braunschweiger TU-Mensen des Studentenwerks in der Katharinenstraße und der Beethovenstraße eine kleine Revolution statt. Seit Jahren sind es die Studierenden gewohnt, zwischen den Essen eins bis vier zu wählen und je nachdem, für welches Gericht sie sich entscheiden, einen festen Preis zu zahlen. Von diesem System hat sich das Studentenwerk jetzt verabschiedet. Der Preis der einzeln zu wählenden Essenskomponenten orientiert sich seit dieser Woche an dem tatsächlichen Wareneinsatz. Die bisherige Form der Quersubventionierung zwischen einzelnen Gerichten gibt es dann nicht mehr. Die Preise in den einzelnen Ausgabelinien bewegen sich aber weiterhin in festen Korridoren. So wird Essen B beispielsweise immer zwischen 1,00 bis 1,30 € kosten. Gleichzeitig wurde das Angebot um ein fünftes, besonders günstiges Essen erweitert, so dass die Studierenden sich zukünftig darauf verlassen können, dass sie täglich ein einfaches Gericht, z.B. eine Suppe oder einen Eintopf, für 90 Cent erhalten.
Damit reagierte man im Studentenwerk auf die Erkenntnis, dass auch bei den Studierenden das Budget immer knapper wird. Reginald Rüter, Geschäftsführer des Studentenwerks, erkläutert: „Wir haben in der letzten Zeit zunehmend festgestellt, dass selbst unsere sehr günstigen Essenspreise für einige Studierende noch zu teuer sind. Da wir unseren sozialen Auftrag sehr ernst nehmen, wollen wir aber besonders diesen Studierenden ein erschwingliches Mittagessen anbieten.“ Dies gelte umso mehr, als die für das nächste Jahr angekündigten Studiengebühren gerade die bedürftigen Studierenden überaus hart träfen. Rüter bedauert es in diesem Zusammenhang sehr, dass es für BAföG-Empfänger keine Befreiung von den Studiengebühren gebe. Jetzt wolle man eben auf diese Weise für Entlastung sorgen. Da Studiengebühren und allgemein steigende Kosten aber nicht nur die bedürftigen Studierenden treffen, hat das Studentenwerk erhebliche Anstrengungen unternommen, um die Preise insgesamt zu senken. Die beiden großen Mensen wurden organisatorisch zusammengelegt und die Speisepläne wurden vereinheitlicht. Dadurch werden weitere Kosten eingespart. Insgesamt verringert sich der durchschnittliche Essenspreis in allen bisherigen Essenskategorien. Um die Dimension der Preisreduzierung zu verdeutlichen, verweist Rüter auf eine hausinterne Rechnung: „Hätten im ersten Halbjahr 2005 schon die neuen Essenspreise gegolten, hätten wir rund 58.000 Euro weniger eingenommen.“