veröffentlicht am: 20.06.2005 von admin

tanz sehen – selber tanzen Ein Abend in zwei Teilen

29. Juni 2005, 20.30 Uhr, Großer Saal der Kulturfabrik Löseke

Bereits zum zweiten Mal lädt tanz sehen – selber tanzen, das Netzwerk für Freien Tanz in Hildesheim, in Kooperation mit dem Kulturbüro des Studentenwerks OstNiedersachsen, dem Stadttheater, dem Studierenden Parlament der Universität und der Kulturfabrik Löseke, zu einem Ereignis der besonderen Art. In einer spannungsreichen Kombination aus Bühnentanz und anschließender Party bündelt der zweigeteilte Abend das Tanzpublikum der Stadt und das kreative Potential der Tanzschaffenden der Freien Szene zu einem regen künstlerischen Austausch.

Ausgehend von der positiven Resonanz von tanz sehen – selber tanzen im Januar 2005 wird jungen Künstlern im ersten Teil des Abends tanz sehen die Möglichkeit geboten, fernab des Risikos einer abendfüllenden Inszenierung einer breiten Öffentlichkeit erste eigene Arbeiten zu präsentieren. Auch dieses Mal vereint das Programm eine Vielfalt künstlerischer Beiträge unterschiedlicher Stile und Ästhetiken und eröffnet TänzerInnen und ChoreografInnen aus studentischer und freier Szene sowie Gästen des Stadttheaters Raum für eigene Experimente.

Einen Akzent des Abends stellt das experimentelle Zusammenspiel von Tanz und Theater dar. Kian Pourian und Raphael Kassner skizzieren in ihrem Tanzduett Chefetage mit theatralen Elementen die schwierige Kunst des richtigen Abgangs. Veit Merkle zeigt mit Der Erbsenzähler ein Bewegungsstück im Stil des Mime Corporel drangelehnt an Roald Dahl. In made of 47% lycra, 35% polyester, 12% cotton, 5% silk präsentieren Nicole Baumann und Gabriel Wong ein kontrastreiches Tanztheaterstück in 4 Teilen.

Auch Arbeiten auf der Basis der freien Improvisation als eigener Performancesprache sind wieder Teil des Programms. In einer Komposition des Augenblicks improvisieren Markus Brinkmann, Uta Birkenberg, Ulrike Flämig, Veit Merkle und Regina Poulheim mit Licht, Bühne und Live-Musik und choreografieren somit ihren eigenen Part für das Stück planlos, das erst in diesem Moment entsteht. Regina Poulheim und Pia Preißler greifen mit provisorium 2 die Impulse ihrer ersten gemeinsamen Arbeit vom ersten tanz sehen – selber tanzen auf, um weiterhin mit dem tänzerischen Mittel der Improvisation zu experimentieren.

Als besonderer Schwerpunkt in der interdisziplinären Arbeit mit Tanz offenbart sich das Tanzvideo. In einer Gemeinschaftsarbeit mit Gaëlle Morello und Nicole Baumann kreist die bewegte Kamera von Elisabeth Giers in einem alten Schwimmbad um Realität, Fiktion und Erinnerung. Barbara Pfundt präsentiert ihr Tanzvideo Wintergespiele mit Nina Ornowski und Hanno Palte. Ron Rosenberg erobert in seinem Kurzfilm den öffentlichen Raum und begibt sich in Tanz- und Interviewbegegnungen im Dinea-Selbstbedienungsrestaurant auf die ewige Suche nach dem wahren Gülück.

Der zweite Teil selber tanzen öffnet die Tanzfläche für das Publikum und sprengt die Grenzen zwischen Bühne und Zuschauerraum durch das inspirierende Potential der vorangehenden Performance. Mit den innovativen und experimentellen Soundcollagen von DJ Claas, einem angesagten Publikumsmagneten der Hildesheimer Musikszene, garantiert die Party mit Open End interessante neue Kontakte zwischen den Tanzbegeisterten einer ganzen Stadt.

Parallel zu dieser Präsentationsplattform tanz sehen – selber tanzen perform, die als regelmäßige Veranstaltung zweimal im Jahr geplant ist, bietet das Netzwerk mit den Angeboten train, einem wöchentlichen Training für Neuen Tanz im Ballsaal des Trillke-Guts unter der Leitung von Regina Poulheim (Lehrerin der Alexander-Technik und Freie Tänzerin), tänzerische Grundlagen und mit work, einem monatlichen Workshop im Ballettsaal des Stadttheaters unter der Leitung von Gaëlle Morello (Mitglied der Tanzkompanie Hildesheim), neue Inspirationsquellen für eigene tänzerische Projekte.

Dabei liegt die besondere Qualität des Kernteams um Simone Brandenberg und Jovana Foik, Studentinnen der Kulturwissenschaften, in der engen Vernetzung von studentischer und freier Szene sowie von organisatorischer und künstlerischer Arbeit. Ziel des Netzwerks ist es, in den Bereichen der tänzerischen Bildung, der künstlerischen Produktion und der freien Präsentation notwendige Strukturen für eine kreative und innovative Tanzatmosphäre in der Stadt zu schaffen, um durch die Synergie der verstreuten Kräfte gemeinsame Visionen für die Zukunft des Tanzes in Hildesheim zu entwickeln und umzusetzen.

Kartenreservierung Kulturfabrik Löseke: 05121-750 94-52

Nähere Infos zu tanz sehen – selber tanzen train – work – perform gibt es bei
Simone Brandenberg, T: 05121-29 59 427, M: 0176-20 555 340, simone.brandenberg@web.de
oder im Internet unter www.tanzhilde.de, tanzhilde@web.de.