veröffentlicht am: 8.11.2007 von admin

Studentenwerk OstNiedersachsen begrüßt BAföG-Erhöhung

Das Studentenwerk OstNiedersachsen begrüßt den Entschluss der Regierungsfraktionen, die BAföG-Bedarfssätze zum Wintersemester 2008/2009 um 10 % zu erhöhen. Geschäftsführer Sönke Nimz zeigte sich zufrieden, dass das Tauziehen um eine BAföG-Novelle nun endlich ein Ende gefunden hat. „Die Erhöhung war längst überfällig“, sagte er. „Wir brauchen an den Universitäten mehr Studierende aus allen Bevölkerungsschichten. Mehr Chancengleichheit erreichen wir aber nur über eine breite Förderung. Dafür ist eine verlässliche und ausreichende Studienfinanzierung nötig. Jetzt haben Studieninteressierte, Studierende und deren Eltern wieder Planungssicherheit.“

Allerdings kritisierte Nimz den späten Zeitpunkt der Erhöhung, die erst zum Wintersemester 2008/2009 erfolgen soll. „Der Beirat für Ausbildungsförderung hat der Bundesregierung eine Anpassung bereits für das Jahr 2007 empfohlen. Nun tritt sie erst später in Kraft und berücksichtigt damit leider nicht die Preis- und Einkommensentwicklung von 2007 und 2008. Deshalb müsste sich folgerichtig gleich wieder eine Anpassung anschließen.“

Mit der Erhöhung wurden auch noch weitere Veränderungen des BAföGs beschlossen. Studierende mit Kind z.B. sollen künftig einen Zuschuss von 113 Euro erhalten. Zudem werden die Zuverdienstgrenzen angehoben, so dass bei vollen 400 Euro-Jobs keine Abzüge beim BAföG mehr zu erwarten sind.

Zum letzten Mal wurde das BAföG 2001 angehoben. Seit seiner Einführung 1971 haben rund vier Millionen Menschen von der Förderung profitiert. Im Bereich des Studentenwerks OstNiedersachsens beziehen derzeit 24 % der Studierenden BAföG und werden im Schnitt mit 380 € monatlich gefördert. Im Rahmen der jüngsten Sozialerhebung des deutschen Studentenwerks gaben rund ein Viertel der Befragten an, ohne das BAföG nicht studieren zu können. Mehr als die Hälfte erklärte, während des Studiums finanziell nicht auf die Eltern angewiesen sein zu wollen.