veröffentlicht am: 3.07.2007 von admin

Wabernde Nebelschwaden bei minus 196 Grad

Braunschweig – Stadt der Wissenschaft. Aber was hat Wissenschaft mit Kochen zu tun? Sehr viel! Physiker wissen, warum der Milchschaum auf der Melange den Kaffee länger warm hält, Ingenieure kreieren neuerdings warmes Eis und Karamell ohne Zucker und Chemiker erforschen die vielschichtigen chemischen Reaktionen, die ablaufen, wenn das Steak in der Pfanne brutzelt.

Was namhafte Wissenschaftler gerne essen (oder einst gegessen haben) und was für wissenschaftliche Rätsel und Geheimnisse in der Kochkunst stecken, können Gäste des Studentenwerks OstNiedersachsen in der Mensa Katharinenstraße erfahren und probieren. In der Woche vom 9. bis 13. Juli gibt es jeden Tag ein anderes kulinarisches Highlight zum Thema „Ideenküche – Mensaküche“. Das Motto: „Von Einstein über Goethe bis Gauss“. Was hat wohl Einstein am liebsten gegessen? Und welche Speisen kamen bei Goethe vorzugsweise auf den Tisch? Diese und manch andere Geheimnisse werden während der Aktionswoche in der Mensa gelüftet.

Am Mittwoch, den 11. Juli, wird es besonders abenteuerlich: Als Höhepunkt der Aktionswoche wird in der Mensa die molekulare Küche vorgestellt und mit Hilfe von flüssigem Stickstoff ein etwas anderer Fruchtspieß serviert. Ein ganz besonderes Geschmackserlebnis! Statt heißer Dämpfe wabern dann Nebelschwaden auf – Stickstoff kondensiert bei einer Temperatur von minus 196 Grad Celsius. In direktem Kontakt mit dem Lebensmittel kühlt der Stickstoff die Speise stark ab, während er verdampft. Was dabei heraus kommt, ist ein Gaumengenuss der besonderen Art.

Bei einem Preisrätsel können die Besucher der Mensa außerdem ihr Wissen um die Geheimnisse der molekularen Küche selbst auf die Probe stellen. Die Gewinner werden beim TU-Day der Universität am 14. Juli bekannt gegeben.