veröffentlicht am: 1.04.2008 von admin

Studentenwerk OstNiedersachsen übernimmt evangelisches Studentenwohnheim in Clausthal

Die Zukunft des evangelischen Studentenwohnheims in Clausthal ist gesichert. Zum 1. April wurde es an das Studentenwerk OstNiedersachsen übertragen und wird von diesem auch weiterbetrieben. Darauf hatten sich die Landeskirche Hannover und das Studentenwerk in der vergangenen Woche geeinigt.

„Wir freuen uns, dass wir das Haus damit als Ort studentischen Lebens mit seinem besonderen Flair erhalten können“, erklärt Sönke Nimz, Geschäftsführer des Studentenwerks. Zwar verfüge das Studentenwerk in Clausthal über eine ausreichende Zahl an Zimmern und Appartements für Studierende, die zentrale Lage und vor allem die gute Gemeinschaft im Wohnheim seien jedoch ideal und deshalb erhaltenswert. Dieser spezielle Charakter, der durch Veranstaltungen, seelsorgerliche Arbeit und die Heimselbstverwaltung geprägt ist, solle unbedingt bestehen bleiben. Auch die evangelische Hochschularbeit wird weiterhin die Räume des Wohnheims nutzen können. Bis 2020 werden sie der Landeskirche für diese Arbeit mietfrei überlassen. Der Leiter des landeskirchlichen Baudezernats, Oberlandeskirchenrat Adalbert Schmidt, sagte: „Wir freuen uns, dass wir einen Nachfolger gefunden haben, der die gewachsenen Inhalte des Studentenwohnheims mitträgt“.

Landeskirche und Studentenwerk waren sich während der Verkaufsverhandlungen darüber einig, dass für eine Weiterbewirtschaftung des Hauses eine Mieterhöhung dringend erforderlich sei. Schon in der Vergangenheit habe sich gezeigt, dass mit den auch im Vergleich sehr niedrigen Mieten nicht kostendeckend gearbeitet werden konnte. „Gemeinsam und in völliger Übereinstimmung mit der Landeskirche und dem örtlichen Kuratorium des Wohnheims haben wir uns darauf verständigt, die Miete zum nächstmöglichen Zeitpunkt anzuheben, um das Wohnheim erhalten zu können“, erläuterte Nimz. Betrug die Warmmiete für ein Zimmer bislang 160 € pro Monat, werden es künftig 185 € sein.

Die rund 50 Bewohner des Heims werden in den nächsten Tagen per Brief über die bevorstehenden Veränderungen informiert. Zudem soll zügig eine Mieterversammlung anberaumt werden.