veröffentlicht am: 23.07.2008 von admin

Studentenwerk OstNiedersachsen warnt:

Der Geschäftsführer des Studentenwerks OstNiedersachsen, Sönke Nimz, hat sich mit der Bitte um Unterstützung an die Landtagsabgeordneten der Region gewandt. Anlass ist die Entscheidung der Landesregierung, die Finanzhilfe für die niedersächsischen Studentenwerke trotz des massiven Anstiegs der Energie- und Lebensmittelkosten nicht zu erhöhen.
Die Zuschüsse des Landes für die Arbeit der niedersächsischen Studentenwerke lagen vor fünf Jahren noch rund 15% höher als in diesem Jahr. 2000 erhielten die Studentenwerke sogar noch rund 42% mehr Mittel vom Land als heute. Zwar haben alle Studentenwerke mit einer stetig verbesserten Effizienz und teilweise deutlichen Steigerungen bei Studentenwerksbeiträgen, Mensapreisen und Wohnheimmieten die Reduzierung der Finanzhilfe sowie die allgemeinen Preissteigerungen und Lohnerhöhungen bislang zumindest zum Teil kompensieren können: „Wir können und wollen aber nicht die extremen Preissteigerungen der letzten Zeit an die Studierenden weiterreichen – die Belastungsgrenze vieler Studierender ist erreicht, wenn nicht bereits überschritten«, betont Nimz. Er weist darauf hin, dass im vergangenen Jahr bereits zum zweiten Mal in Folge der Betrieb der zahlreichen Kindertagesstätten und Beratungseinrichtungen des Studentenwerks OstNiedersachsen aus allgemeinen Rücklagen bezuschusst werden musste. Das sei nur eine begrenzte Zeit möglich.
Da alle Studentenwerke in Niedersachsen von diesen aktuellen Entwicklungen und den damit aufgetretenen Problemen betroffen sind, haben die Geschäftsführer Anfang Mai ein Gespräch mit Wissenschaftsminister Lutz Stratmann geführt. Er hat den Studentenwerken darin zugesagt, sich für die Anpassung der Finanzhilfe einzusetzen, und hat auch einen Erhöhungsantrag in die Haushaltsberatung eingebracht. Dieser wurde aber, wie der Minister jetzt mitteilte, vom Kabinett verworfen.
Daher hat der Geschäftsführer alle Landtagsabgeordneten der Region gebeten, sich bei den folgenden Haushaltsberatungen im Landtag dafür einzusetzen, dass die Finanzhilfe im Interesse der Studierenden an die massiven Kostensteigerungen angepasst wird. „Eine gute soziale Infrastruktur, wie sie die Studentenwerke seit über 80 Jahre gewährleisten, ist ein unerlässlicher Faktor, der zu guten Studienbedingungen und schließlich zu einem erfolgreichen Studium beiträgt“, so Nimz.