veröffentlicht am: 12.03.2009 von admin

Cafete schließt zum 31. März

Das Studentenwerk OstNiedersachsen wird die „Cafete“ in der Leibnizstraße 12 zum Ende des Monats schließen. Das einst als Kult geltende Bistro arbeitete bereits seit einigen Jahren nicht mehr kostendeckend. Zudem hatten Gespräche mit den Studierenden deutlich gemacht, dass sich ein Großteil ein neues gastronomisches Angebotskonzept wünscht: eine Mischung aus Kneipe, Bistro und Veranstaltungsfläche für Barbecues, eine offene Bühne, Public Viewing oder Kino. „Dabei soll alles möglichst zentral und unter einem Dach vereint sein – wie eine Art Marktplatz der Gastronomie“, erläutert Michael Gruner, Leiter der Abteilung Hochschulgastronomie beim Studentenwerk.
Um den Wünschen der Studierenden Rechnung zu tragen, ist deshalb eine Konzentration des Angebots an der Mensa vorgesehen. Die Planungen sind bereits angelaufen, die komplette Umsetzung des Konzepts ist für 2010 vorgesehen. „Bis dahin wird es eine Übergangslösung geben“, kündigt Gruner an. „So wollen wir im Sommer u.a. regelmäßig Barbecues anbieten.“

Die Geschichte der Cafete:
Die Räume, in denen sich heute noch das Bistro befindet, dienten bereits vielen Zwecken, z.B. als Lagerraum oder Notunterkunft. 1982 wurde dort ein Gemeinschaftsraum für die Wohnheime eingerichtet. Regelmäßig fanden nun in den Räumlichkeiten Treffen der Studierenden statt, und bald wurde der erste Bierausschank in Eigenregie der Wohnheimbewohner organisiert. Im Laufe der Jahre wurde das Angebot immer mehr ausgeweitet, Ende der 80er konnten die Studierenden in dem mittlerweile „Cafete“ genannten Bistro sogar ein Frühstück und Mittagessen bekommen. Die Belieferung erfolgte über die Mensa des Studentenwerks, den Betrieb übernahmen studentische Hilfskräfte.
1988 baute das Studentenwerk eine große Theke, Anfang der 90er eine Küche in die Cafete ein und ermöglichte damit einen ganztägigen Betrieb. Das Bistro entwickelte sich zu dem Treffpunkt für Studierende in Clausthal. Man traf sich in der Cafete, um zu plaudern, Skat oder Doppelkopf zu spielen oder sich am Billardtisch zu messen.
Mit der Eröffnung der neuen Mensa im Feldgrabengebiet im September 2000 änderten sich jedoch die Rahmenbedingungen für die Cafete. So wurden u.a. die Öffnungszeiten auf die Abendstunden reduziert. Auch die Ansprüche der Gäste, also der Studierenden, durchliefen einen Wandel. Neue Konzeptideen blieben erfolglos, so dass sich das Studentenwerk dazu entschlossen hat, die Räumlichkeiten einer neuen Nutzung zuzuführen. Nach einem Umbau soll dort im nächsten Jahr das neue ServiceCenter des Studentenwerks entstehen. Für die Studierenden bedeutet das künftig: kürzere Wege und ein noch besseren Service!