veröffentlicht am: 23.04.2010 von Christiane Thoroe

19. Sozialerhebung veröffentlicht


Studiengebühren sind vor allem für einkommensschwache Familien eine Belastung

Die mit Spannung erwartete neue und inzwischen 19. Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks zeichnet ein differenziertes Bild, wie es den 2,1 Millionen Studierenden in Deutschland wirtschaftlich und sozial geht. DSW-Präsident Prof. Dr. Rolf Dobischat hat gemeinsam mit Thomas Rachel, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung (das die Studie finanziert) und Dr. Michael Leszczensky vom Hochschul-Informations-System (HIS, das die Befragung wissenschaftlich durchführt) die Ergebnisse in Berlin der Presse vorgestellt.
Demnach entscheidet noch immer der Bildungsstatus der Eltern (vor allem der Hochschulabschluss) darüber, ob jemand studiert oder nicht. Studiengebühren belasten vor allem Studierende aus hochschulfernen, einkommensschwächeren Familien; sie müssen mehr jobben und nehmen häufiger ein Studiengebühren-Darlehen in Anspruch. Die Studierenden haben im Schnitt 812 Euro im Monat zur Verfügung, aber der Finanzierungsanteil der Eltern ist zum ersten Mal seit 1991 zurückgegangen. Noch immer jobben 66% der Studierenden – trotz Bachelor/Master. Bachelor-Studierende haben eine 44-Stunden-Woche, aber 19% von ihnen fühlen sich überlastet. 
Weitere Ergebnisse, Zahlen und Fakten finden Sie hier: www.studentenwerke.de, www.sozialerhebung.de 


Durchschnittstudent

Durchschnittsstudent