veröffentlicht am: 8.06.2010 von Pressestelle (CR)

Ausstellung in Lüneburg: „Heinrich Böll – Leben & Werk“



Ausstellung des Kulturbüros des Studentenwerks im Bibliotheksfoyer der Leuphana Universität Lüneburg.


„Ich bin ein leidenschaftlicher Zeitgenosse“, sagte Heinrich Böll über sich selbst. Zu seinem 25. Todestag zeigt das Kulturbüro des Studentenwerks die Ausstellung „Heinrich Böll – Leben & Werk“. 40 Tafeln dokumentieren das 68 Jahre währende Leben Heinrich Bölls in einzelnen Etappen  -  und zugleich erzählen sie stets deutsche Zeitgeschichte:

Beginnend mit seinem Geburtsjahr 1917, mit der Kindheit und Jugend, Fotografien der Eltern, als Schüler der Volksschule und des Gymnasiums, einer Kinderzeichnung des 7 Jährigen und dem Abiturzeugnis. Dann das Studium an der Universität zu Köln, die Kriegsjahre, erste Veröffentlichungen nach Kriegsende, die „Gruppe 47“, Publikationen der 50er, 60er, 70er und 80er Jahre, Preise, Ehrungen und die Resonanz im Ausland, nicht zuletzt die Verleihung des Literatur-Nobelpreises im Jahre 1972.

Und Themenkomplexe zu Werk und Auseinandersetzungen: Die literarischen Werke wie „Gruppenbild mit Dame und „Die verlorene Ehre der Katharina Blum“ und unmittelbar verbunden damit Stellungnahmen, Zeitungsberichte zum politischen Terrorismus der 70er Jahr, Bölls Einsatz für Menschenrechte, die deutsche Friedensbewegung zu Beginn der 80er Jahre.

Die Ausstellung zeigt Böll mit Persönlichkeiten seiner Zeit aus Politik, Gesellschaft, Kunst und Literatur, gewährt Einblicke in private Plätze und vermittelt die Verknüpfung des Schriftstellers Heinrich Böll und seiner Arbeiten mit den gesellschaftlichen Geschehnissen seiner Zeit. Sein gesamtes literarisches Schaffen spiegelt diese Wechselbeziehung zu Gesellschaft und Politik wider. Dokumentarisch, in einer Zusammenstellung von Originaltexten, Zeitungsausschnitten (besonders aus der Bildzeitung, aus dem Spiegel etc.), Fotografien, versehen mit kurzen, sachlichen Informationen zur zeitlichen/ zeitgeschichtlichen Einordnung wird hier in dieser Ausstellung der Mensch, die Persönlichkeit, der Literatur-Nobelpreisträger Heinrich Böll charakterisiert. Und parallel ersteht stichwortartig die Zeitgeschichte von 1917, der Zeit zwischen den beiden Weltkriegen, bis in die Mitte der 80er Jahre.

Damit würdigt diese Dokumentation der Heinrich-Böll-Stiftung nicht nur Heinrich Böll als einen der bedeutendsten Schriftsteller der deutschen Nachkriegsliteratur, sondern besonders auch als politisch aktiven, den  engagierten, sich in Politik und Gesellschaft einmischenden „Zeitgenossen“.

Die Ausstellung „Heinrich Böll. Leben & Werk“  ist vom 7. Juni bis 8. Juli 2010 im Foyer der Bibliothek der Leuphana Universität Lüneburg zu sehen.
Mo – Do  8.30 – 21 Uhr, Fr 8.30 – 20 Uhr, Sa 10 – 18 Uhr.

Am Montag,  den 7. Juni findet um 18.30 Uhr begleitend zur Ausstellung eine Abendveranstaltung organisiert von Joas Scholz, Student der Leuphana Universität und Mitarbeiter im Heinrich-Böll-Haus Lüneburg mit Vorträgen und Diskussionen mit Markus Schäfer (Heinrich-Böll-Archiv Köln), Barbara Unmüßig (Vorstand Heinrich Böll Stiftung Berlin), Johano Strasser (Präsident P.E.N.-Zentrum Deutschland)  im Hörsaal 2 auf dem Campus der Universität statt. Veranstalter und Ansprechpartner der Abendveranstaltung:
Joas Scholz, joas.scholz@leuphana.de


Kontakt und Informationen zur Ausstellung:
Kulturbüro des Studentenwerks,
Claudia Jonischkies, Tel: 04131- 78 96 321, kultur.lg@stw-on.de