veröffentlicht am: 5.11.2010 von Christiane Thoroe

Jetzt BAföG-Antrag stellen!

 

Mehr Studierende haben Anspruch auf Förderung 

Das Studentenwerk OstNiedersachsen rät allen Studierenden, dringend einen BAföG-Antrag zu stellen. Denn durch das rückwirkend zum 1. Oktober in Kraft getretene 23. BAföG-Änderungsgesetz haben erheblich mehr Studentinnen und Studenten als bislang Anspruch auf Förderung.

„Es ist wichtig, dass die Studierenden ihre Ansprüche sichern“, betont Brigitta Graef, Leiterin der Abteilung Studienfinanzierung. „Wer keinen Antrag stellt, verschenkt unter Umständen bares Geld“, unterstreicht sie, „denn BAföG wird zur Hälfte als Darlehen und zur Hälfte als Zuschuss gewährt.“

Mit der BAföG-Novelle steigt der Höchstsatz von bisher 648 auf 670 Euro. Auch die Freibeträge auf das Elterneinkommen wurden um drei Prozent erhöht, die Auslands­förderung ausgeweitet und die allgemeine Altersgrenze bei Masterstudien­gängen auf 35 Jahre hoch gesetzt.

Einen Antrag sollten vor allem folgende Studierende stellen:

  • Masterstudierende, die bei Beginn des Masterstudiums bereits 30 aber noch keine 35 Jahre alt waren,
  • Studierende, die wegen eines erstmaligen Fachrichtungswechsels aus wichtigem Grund bislang nur Förderung in Form des KFW-Bankdarlehens beanspruchen konnten,
  • Studierende, die bislang wegen Überschreitens der Altersgrenze nicht gefördert werden konnten und vor Vollendung des 30. Lebensjahres ein eigenes Kind im Alter bis zu zehn Jahren erzogen haben und
  • Studierende, die bislang aufgrund der Einkommensberechnung kein BAföG erhielten, aber nun durch die Erhöhung der Elternfreibeträge und Bedarfssätze in den Kreis der Förderungsberechtigten rutschen.

 

„Wer zu einer dieser Gruppen gehört, sollte sich unbedingt noch heute ein Antragsformular besorgen“, legt Brigitta Graef den Studierenden ans Herz. Zur Sicherung der Ansprüche reiche vorerst auch ein formloses Schreiben mit Unterschrift, die weiteren Unterlagen könnten dann nachgereicht werden.

BAföG-Anträge gibt es in den Förderungsabteilungen des Studentenwerks, weitere Informationen sind außerdem unter „www.bafög.de“ zu finden.