veröffentlicht am: 22.09.2011 von Christiane Thoroe

20 Jahre Psychologische Beratungsstelle des Studentenwerks in Lüneburg

Die Psychologische Beratungsstelle des Studentenwerks OstNiedersachsen wird 20 Jahre alt. Seit Oktober 1991 gehört die PBS zum selbstverständlichen Angebotspaket für Studierende in Lüneburg. Viele tausend Studierende haben sich seitdem Rat und Unterstützung geholt und tun dies weiterhin mit steigender Nachfrage. Sie finden ein offenes Ohr bei studienbezogenen, persönlichen oder familiären Problemen und in psychosozialen Krisen.

Die Beratungsstelle in Lüneburg wird sowohl von Studierenden und Angehörigen der Leuphana als auch der Ostfalia in Suderburg rege genutzt. Sie bietet ein niedrigschwelliges, präventives und kostenloses Angebot. Heute sucht etwa jeder fünfte Student die Beratungseinrichtung im Laufe seines Studiums mindestens einmal auf.

Vor 20 Jahren waren es die Studenten und Studentinnen, die um diese Einrichtung kämpften und sie schließlich mithilfe eines professoralen Unterstützungskreises, der Evangelischen Hochschulgemeinde und des Studentenwerks durchsetzten konnten. Bis heute sehen sich die Berater und Beraterinnen vor allem den Interessen der Studierenden verpflichtet und orientieren sich mit ihrem Angebot an den Bedürfnissen ihrer Klientel.

Studierende haben heute deutlich mehr Stress als noch in den Gründerjahren der Einrichtung. Zusätzlich setzen sie sich häufig selbst mehr unter Druck. Dauerarbeiten, nicht mehr Abschalten können bis hin zu psychosomatischen Beschwerden sind häufige Beratungsthemen geworden. Das trifft nicht nur die, die zusätzlich zum Vollzeitstudium (40 Stundenwoche) noch Geld verdienen müssen, um das Studium zu finanzieren. Waren in den neunziger Jahren noch die semesterbegleitenden Gruppenangebote ein Renner, so werden heute kompakte Kompetenztrainings und wirksame Entspannungstrainings gebucht.

Gleichwohl ist vieles unverändert geblieben: Selbstwertprobleme, depressive Verstimmungen sowie Kontakt- und Partnerschaftsprobleme und Schwierigkeiten mit der Herkunftsfamilie sind heute wie damals die häufigsten Anlässe, die Beratungsstelle aufzusuchen. Prüfungsängste, Probleme mit der Arbeitsstrukturierung, Arbeitsstörungen und Redehemmungen sind die Klassiker auf der studienbezogenen Seite.

Individuelle Beratung bei der Bewältigung von Problemen und Krisen ist weiterhin das Kernstück der Arbeit der PBS. Rat und Hilfe, damit Studieren gelingt – das bleibt auch in den nächsten Jahren eine wichtige Aufgabe!