veröffentlicht am: 21.12.2011 von Kulturbüro Lüneburg

Ausstellung „strahlende Zukunft”

 

Gorleben – Schacht Konrad – Morsleben – Asse II

Lagerung von Atommüll in Deutschland.

Eine Fotodokumentation von Lisa-Marie Wuttke in Zusammenarbeit mit der Stiftung Leben & Umwelt / Heinrich Böll Stiftung Niedersachsen

Mensa des Studentenwerks auf dem Campus der Leuphana Universität

9. Januar – 10. Februar 2012

 

Donnerstag, 12. Januar, 17 Uhr: Gespräch in der Ausstellung

Lisa-Marie Wuttke, Hannover, berichtet über ihr Fotoprojekt und von ihren Reisen zu den Standorten Gorleben, Schacht Konrad, Morsleben und Asse II.

Miriam Staudte, MdL, spricht über die Atommüllproblematik.

Das Gespräch in der Ausstellung wird morderiert vom NOA-Referat des AStA der Leuphana Universität Lüneburg.

 

Öffentliche Veranstaltung. Gäste sind herzlich willkommen!

 

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Zu Beginn des neuen Jahres zeigt das Kulturbüro des Studentenwerks unterstützt vom NOA–Referat des AStA der Leuphana Universität in der Mensa auf dem Unicampus die Fotodokumentation „Strahlende Zukunft“, Fotografien von Lisa-Marie Wuttke zur Atommülllagerung in Deutschland:

Gorleben, Schacht Konrad, Morsleben, Asse II und das Atommüllversenkungsgebiet im Atlantik vor der portugiesisch-spanischen Küste.

Die Idee zu diesem außergewöhnlichen Fotoprojekt entstand in Herbst 2007 an der Universität Hildesheim im Rahmen des Studiums der Kulturwissenschaften. Über einen Zeitraum von zwei Jahren besuchte Lisa-Marie Wuttke, Studentin der Kulturwissenschaften an der Universität Hildesheim, die verschiedenen Standorte der Atommülllager, fuhr mehrfach unter Tage, sammelte fotografische Eindrücke: das Außengelände der Lagerstätten, technische Einrichtungen, die unterirdischen Höhlen und Gänge mit Ansammlungen von Behältern, gelben Fässern.

Es sind Blicke in eine unterirdische, unwirtlich wirkende Welt mit nur wenigen Details, die daran erinnern, dass hier, wenn auch nicht direkt abgebildet, sehr wohl Menschen tätig sind: eine Bank, ein Tisch, Cola-Flaschen in einem Regal, Körbe mit Schuhen und Kleidungsstücken, Verbotsschilder …

„Es ist eine beklemmende, bedrückende Stimmung unter Tage.“ beschreibt Lisa-Marie Wuttke ihre Eindrücke. In dem Bewusstsein der unsichtbaren und doch gegenwärtigen atomaren Strahlung erscheinen auch die eher harmlos wirkenden fotografierten Details düster und befremdlich.

„Auf meinen Reisen zu den Standorten traf ich auf Menschen, die bereits in der zweiten Generation gegen die Lagerung von Atommüll protestieren, auf Kritiker aber auch auf Befürworter der Atomindustrie.“  So wird das Fotoprojekt für Lisa-Marie Wuttke zu einer sehr persönlichen Auseinandersetzung mit dem Thema Atomenergie, ihrer Gefahren und der Frage nach der Verantwortung des einzelnen Menschen sich selbst, seiner ihn umgebenden Umwelt und nachfolgenden Generationen gegenüber.

Die Ausstellung, die in Zusammenarbeit mit der Stiftung Leben & Umwelt, Heinrich Böll Stiftung Niedersachsen (www.slu-boell.de) realisiert wurde und dort als mobile Wanderausstellung ausgeliehen werden kann, zeigt auf 19 Tafeln Fotografien mit jeweils kurzen Sachinformationen zu den 5 Atommülllager-Standorten.

 

Die Präsentation in der Mensa des Studentenwerks, Unicampus Scharnhorststr. 1  ist vom 9.  Januar bis 10. Februar 2012 zu sehen.

Mo bis Do 8 – 19 Uhr; Fr 8 – 14.30 Uhr

 

Lisa-Marie Wuttke,  lisa-marie wuttke@arcor.de

Stiftung Leben & Umwelt/ Heinrich Böll Stiftung Niedersachsen, info@slu-boell.de

NOA-Referat, AStA der Leuphana Universität Lüneburg,  noa@asta-lueneburg.de

 

Kontakt und Informationen:

Kulturbüro des Studentenwerks

Claudia Jonischkies

Tel: 04131- 78 96 321, kultur.lg@stw-on.de