veröffentlicht am: 22.10.2012 von Kulturbüro Lüneburg

“Das Bild der Anderen (3)”

Fotodokumentationen zu interkulturellen Projekten

 

Ausstellungen des Kulturbüros des Studentenwerks im Foyer der Universitätsbibliothek.

 

„Das Bild der Anderen (3)“ ist die dritte Ausstellung in einer Reihe aufeinander bezogener Präsentationen zum Thema „Fotografie in interkulturellen Projekten“, die an verschiedenen Orten auf dem Campus der Leuphana Universität Lüneburg seit dem Sommersemester zu sehen sind.

Aktuell wird im Foyer der Bibliothek eine Fotodokumentation der Doktorandin Vera Rosamaria Brandner mit 21 großformatigen Fotodrucken auf Acrylplatten gezeigt.

 

Die Initiative zu diesem Ausstellungsprojekt ging von Dr. Ulli Vilsmaier, Juniorprofessorin im Methodenzentrum der Leuphana Universität aus. Sie vermittelte den Kontakt zur Doktorandin, Vera Rosamaria Brandner an der Universität Wien, die als Fotografin und zugleich Geschäftsführerin des interkulturellen Vereins ipsum e.V., die Fotografien für die Ausstellungen in Lüneburg zur Verfügung stellte.

Vorbereitet wurde die Präsentation dann im Rahmen des Projekts „Kultur Austausch“ des Kulturbüros des Studentenwerks, einem Projekt, mit dem Schwerpunkt, kooperative Kulturprojekte mit Studierenden anderer Hochschulen zu initiieren und zu realisieren.

 

„ipsum“, erklärt Vera Rosamaria Brandner, „ist das lateinische Wort für ‚selbst‘. Ipsum ist ein Verein, der sich das Ziel setzt, interkulturelle Dialoge zwischen Menschen verschiedener Länder durch das Medium der Fotografie zu fördern.“ Die Vision dabei: eine alternative Berichterstattung zu ermöglichen, indem die betroffenen Menschen selbst über ihre Realität berichten und ihre eigenen Bilder zeigen.

„Was wir über die Welt erfahren, welches Bild wir uns von anderen Ländern, Kulturen und Gegebenheiten machen, hängt heutzutage zu einem entscheidenden Teil von den Medien ab. Sie setzen die Schwerpunkte – was von ihnen ignoriert wird, bleibt auch uns meist unbekannt. Was würde passieren, wenn Menschen, denen es verwehrt ist, die Medienlandschaft aktiv mitzugestalten, plötzlich die Möglichkeit erhalten, sich zum Ausdruck zu bringen? Wie sehr würde sich das, was sie erzählen, von dem abheben, was wir jeden Tag aus Zeitung, Radio und Fernsehen erfahren?“ (www.ipsum.at)

 

Die Ausstellung im Foyer der Bibliothek der Leuphana Universität zeigt Fotografien aus verschiedenen Projekten mit interkulturellem Vermittlungsanspruch: Bilder fotografiert von Menschen aus Pakistan, Afghanistan, Israel, Angola den palästinensischen Gebieten. Das sind Regionen, die immer wieder im Zentrum medialer Berichterstattung stehen.

Hier jedoch – und das ist das Besondere –  wird den dort lebenden Menschen, die normalerweise keinen Zugang zu Bildmedien haben, in Projekten die Möglichkeit gegeben, Momente ihrer Lebenswelt, Alltägliches oder besondere Ereignisse in Fotografien festzuhalten und damit die eigene Perspektive in den Mittelpunkt zu rücken, mit Bildern eigene Geschichten zu erzählen und – vielleicht auch – öffentlich zu machen.

 

 

Die Präsentation im Foyer der Bibliothek auf dem Campus der Leuphana Universität, Scharnhorststr. 1,  ist vom 2. Oktober bis 2. November 2012 zu sehen.

Mo bis Fr 8.30 – 20 Uhr; Sa und So 10 – 18 Uhr

 

Kontakt und Informationen

Kulturbüro des Studentenwerks OstNiedersachsen, Claudia Jonischkies

Tel: 04131 – 78 96 321;  kultur.lg@stw-on.de