veröffentlicht am: 30.09.2013 von Christiane Thoroe

Erstsemester in Lüneburg suchen Zimmer – Dach über dem Kopf gegen Hilfeleistung

Aktiv gegen Wohnraum-Engpass zum Wintersemester

Eine Gruppe engagierter Studierender um Angelika Kowal und Christian Seigis will gemeinsam mit dem Studentenwerk OstNiedersachsen Studienanfängern zum Wintersemester bei der Wohnungssuche helfen. In einem ersten Schritt werden Lüneburgs Einwohner aufgerufen, für die Zeit von Oktober bis Dezember leerstehenden Wohnraum (z. B. ein ungenutztes Zimmer) oder Übernachtungsmöglichkeiten (z. B. eine Schlafcouch, Gästezimmer) anzubieten. Das kann von sofort an über die Homepage des Studentenwerks geschehen. Unter www.stw-on.de/services/biete-und-suche können Angebote in der Rubrik “Lüneburg” schnell und kostenlos eingestellt werden. Ist das Zimmer vermietet, lässt sich der Eintrag ganz einfach löschen – so erspart man sich viele vergebliche Anrufe von Wohnungssuchenden.

In einem zweiten Schritt plant die Gruppe den Ausbau des Projekts Zukunfts(T)räume. Dabei werden Vermieter und Wohraumsuchende zusammengeführt. Als Gegenleistung für das Dach über dem Kopf zahlen die Studierenden eine Miete und/oder helfen bei Dingen des täglichen Lebens: Familien mit Kindern könnten beispielsweise Babysitterdienste mit den neuen Mitbewohnern vereinbaren oder Senioren Unterstützung bei der Haus- und Gartenarbeit. Die Ausgestaltung des Mietverhältnisses bleibt den Parteien überlassen.

Unter der Rufnummer 04131 – 7896331 können interessierte Vermieter vom 07. Oktober an ihre Angebote zu folgenden Zeiten melden: Mo, Mi & Do 16.00 – 18.00 Uhr. Diese werden von ehrenamtlich engagierten Studierenden zusammengefasst und mit den Wünschen von suchenden Studierenden abgeglichen. Erst dann erfolgt eine Weitergabe der Vermieterdaten. Bei Fragen stehen die Projektmitglieder gerne mit Rat und Tat zur Seite.

Die Kampagne hat sich zum Ziel gesetzt, verschiedene Generationen und Lebenskonzepte miteinander zu vereinen, sodass diese voneinander lernen und in eine für beide sinnvolle Interaktion treten können. Gleichzeitig bietet sich durch das Projekt die Chance, die alljährliche Wohnungsnot in Lüneburg zu Beginn des Wintersemesters zu entschärfen.