veröffentlicht am: 18.03.2015 von Petra Syring

Schlüsselübergabe für Studentenwohnheim in Wolfsburg

Klosterkammer Hannover und Studentenwerk OstNiedersachsen feierten Einweihung

Pünktlich zum Semesterstart bezugsfertig: Klosterkammer-Präsident Hans-Christian Biallas hat am 11. März 2015 den Schlüssel für das neue Studentenwohnheim in  Wolfsburg an  Sönke Nimz, Geschäftsführer des Studentenwerks OstNiedersachsen übergeben.

In das Wohnheim mit 101 Plätzen hat die Klosterkammer 5,8 Millionen Euro investiert und zur Refinanzierung einen Mietvertrag über 15 Jahre mit dem Studentenwerk OstNiedersachsen abgeschlossen. Das Geld stammt zum größten Teil aus dem Allgemeinen Hannoverschen Klosterfonds, einer von der Klosterkammer verwalteten, öffentlich-rechtlichen Stiftung. Ein Achtel der Summe trägt die privatrechtliche Viktoria-Luise-Stiftung, deren Vorstandsvorsitzender der Präsident der Klosterkammer, Hans-Christian Biallas, ist. Es ist Teil der Anlagestrategie der Klosterkammer, in Immobilien zu investieren.

Bauträger ist die Firma Grimm & Kellner Planen und Bauen GmbH aus Peine. Baubeginn für das vierstöckige Gebäude war im April 2014, ein halbes Jahr später wurde Richtfest gefeiert. Entstanden sind 91 Apartments mit Gemeinschaftsküchen und zehn Einzelapartments mit Pantryküchen. Zwei der Zimmer sind barrierefrei gestaltet.

„Wir haben zum ersten Mal in ein Studentenwohnheim investiert, mit dem Ergebnis bin ich sehr zufrieden. Das Vorhaben passt auch zu unseren Förderzwecken Bildung und Soziales und verbindet uns über unsere Erbbaurechte hinaus mit Wolfsburg. Ich danke allen Beteiligten, dass wir nur ein knappes Jahr nach dem ersten Spatenstich heute hier die Einweihung feiern können“, sagte Hans-Christian Biallas. Der Klosterkammer-Präsident kündigte an, im Sommer für die zukünftigen Bewohnerinnen und Bewohner des Hauses, ein Grillfest zu spendieren: „Dann feiern wir gemeinsam auf dem Hof – mit Bratwurst und Altenauer Bier aus unserer Brauerei.“

Die Zusammenarbeit bei dem Projekt bezeichnete Hans-Christian Biallas als besonders gelungen. Der Bauträger, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Klosterkammer und Kornelia Köneke von der LIEMAK Immobilien GmbH, die die Bauherrenvertretung übernommen hat, hätten gemeinsam in bester Weise dafür gesorgt, den ambitionierten Zeitplan einzuhalten. Während die Zimmer derzeit noch eingerichtet werden, musste das Studentenwerk OstNiedersachsen bereits eine Warteliste für die Interessenten einrichten.

Studentenwerk-Geschäftsführer Sönke Nimz ist sich sicher, dass das dringend benötigte Wohnheim den Studierenden gefallen wird: „Die Studierenden bekommen hier viel für ihr Geld, denn in der Miete sind unter anderem die Kosten für Heizung, Strom, Wasser, die Möbel, den Internetanschluss und eine Hausratversicherung enthalten. Trotzdem würden wir die Zimmer gern günstiger anbieten, aber ganz ohne Zuschüsse geht das leider nicht.“ Schon lange gebe es keine öffentliche Förderung mehr dafür, Wohnraum für Studierende zu schaffen, kritisierte Sönke Nimz. Dies sei bereits das sechste Projekt, das mit Hilfe von Investoren realisiert werden konnte. So habe das Studentenwerk in den vergangenen drei Jahren rund 750 neue Wohnheimplätze schaffen können.

Wolfsburgs Oberbürgermeister Klaus Mohrs verwies auf die wachsende Beliebtheit des Universitätsstandortes Wolfsburg: „Wir haben mittlerweile mehr als 3.000 Studierende.“ Ein wichtiger Faktor für den Preis von Wohnraum sei die große Nachfrage. Klaus Mohrs betonte: „Dieses Studentenwohnheim wird nicht das letzte sein – wir brauchen noch mehr.“

Rosemarie Karger, Präsidentin der Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften, fügte hinzu: „Das neue Studentenwohnheim verfügt über optimale Bedingungen in bester Lage.“ Sie beschrieb das Projekt als eine wichtige Investition in die Zukunft junger Menschen. (L. Hatscher)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zur Schlüsselübergabe in einem eingerichteten Zimmer (v. l.): Klosterkammer-Präsident Hans-Christian Biallas, Studentenwerk-Geschäftsführer Sönke Nimz, Jens Segler, Grimm & Kellner Planen und Bauen GmbH, Rosemarie Karger, Präsidentin der Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften, und Wolfsburgs Oberbürgermeister Klaus Mohrs. Foto: regios24