veröffentlicht am: 15.03.2017 von Petra Syring

Studentenwerk investiert 37 Millionen Euro in Sanierung des Affenfelsens

Komplettsanierung nach drei Jahren abgeschlossen

Nach drei Jahren Bauzeit hat das Studentenwerk OstNiedersachsen jetzt das größte Sanierungsprojekt seiner Geschichte abgeschlossen: Die Kompletterneuerung des Apartmenthauses Mühlenpfordtstraße (APM), auch Affenfelsen genannt. Der Bauherr investierte dafür insgesamt rund 37 Millionen Euro.

Der in den 70er Jahren entstandene Bau gehört mit seiner markanten Silhouette und der campusnahen Lage zu den wohl bekanntesten Studentenwohnheimen in Braunschweig. Die Sanierung der vier Häuser wurde in sechs Teilabschnitten durchgeführt; Baubeginn war am 1. Dezember 2013.

Mehr Komfort, weniger Energieverbrauch
Sämtliche Apartments verfügen nun über einen modernen Standard mit neuem Bad, neuer Küche und neuen Möbeln. Zudem wurde die komplette Verrohrung und Elektrik saniert. Bei der Ausstattung der Apartments mit Bett, Tisch, Stuhl und Schrank arbeitete das Studentenwerk übrigens mit der Lebenshilfe zusammen.

Um Strom zu sparen wurde in den Apartments eine spezielle Anlage eingebaut, wie sie vielen aus Hotels bekannt ist. Beim Betreten des Zimmers wird der Stromkreis aktiviert, indem der Schlüssel in einen Zylinder eingesteckt wird. Verlässt der Mieter das Apartment, zieht er den Schlüssel heraus und unterbricht damit den Stromkreis (ausgenommen Rechner und Kühlschrank). So wird verhindert, dass unnötig Licht brennt oder aus Versehen die Herdplatten angeschaltet bleiben.

Ein eigenes Blockheizkraftwerk (BHKW) versorgt das Wohnheim mit Strom. Die dabei entstehende Abwärme wird zum Heizen genutzt. Eine kontrollierte Wohnraumbe- und Entlüftung senkt außerdem die Heizkosten durch die Rückgewinnung der Wärme aus dem zur Lüftung der Wohnungen erforderlichen Luftaustausch.
Das Trinkwasser wird über eigene Brauchwasseranlagen erwärmt, eine Grauwasseranlage hilft dabei, den Verbrauch zu senken: Beim Duschen oder Abwaschen anfallendes Wasser wird biologisch aufbereitet und für die Toilettenspülung genutzt.

Die Sanierung umfasste zudem die Erneuerung sämtlicher Dächer sowie eine Modernisierung des Brandschutzes, u. a. wurden zusätzliche Fluchtwege eingerichtet und Brandmelder installiert.

 

Ließen sich bei einem Rundgang vom neuen APM beeindrucken (v.l.n.r.): Dr. Christos Pantazis (MdL), Sönke Nimz (Geschäftsführer Studentenwerk), Prof. Dr. Jürgen Hesselbach (Präsident TU Braunschweig), Ulrich Markurth (Oberbürgermeister der Stadt Braunschweig) sowie Christoph Bratmann (MdL) und Klaus-Peter Bachmann (Vizepräsident des Niedersächsischen Landtags).