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Selbstbewusste Kinder – zufriedenes Personal

In den Kindertagesstätten des Studentenwerks ist uns eine gleichbleibend hohe Qualität der Betreuung sehr wichtig. Die Kinder und ihre Bedürfnisse stehen immer im Fokus unseres Handelns. Uns liegt aber auch daran, zufriedene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu haben, die gerne zur Arbeit kommen und kompetent und kreativ den Tag Ihrer Kinder gestalten.

Die Kinder im Mittelpunkt

Gute Betreuung orientiert sich an den Bedürfnissen der Kinder und ihrem Entwicklungsstand
Wir streben in unseren Kitas die bestmögliche Betreuung und Förderung der uns anvertrauten Kinder an: orientiert an den Möglichkeiten, die Räume und Personalausstattung ergeben, wollen wir frühkindliche Bildung auf einem aktuellen und hohen Fachstandard anbieten. Jedes Team bietet darüber hinaus spezielle, eigens entwickelte Zusatzangebote und Orientierungen an: musikalische, naturwissenschaftliche Schwerpunkte sind gleichrangig zu finden neben bewegungs- und psychomotorisch-orientierten Angeboten. Wir freuen uns über die Umsetzungsmöglichkeiten einer frühkindlich orientierten Bildung in unseren Kitas, die die öffentliche Diskussion mittlerweile zu Recht einfordert. Aus unseren langjährigen Erfahrungen wissen wir, dass es gerade im Krippenbereich für die Kinder sehr unterstützend ist, eine möglichst hohe Kontinuität bei den Bezugpersonen zu erleben. Diesem Qualitätskriterium tragen wir durch eine verantwortungsvolle und vorausschauende Personalplanung Rechnung. Eine Herausforderung ist der berechtigte Wunsch vieler Kolleginnen nach Teilzeittätigkeit aus familiären Gründen und der deutliche Fachkräftemangel.


Betreuungszeiten – Bedürfnisse von Kindern und Eltern im Einklang

Die Dauer der Betreuungszeiten muss immer ausgewogen und an den Möglichkeiten der Kinder orientiert sein. Gleichzeitig achten wir die Bedürfnisse studierender und arbeitender Eltern. Beides versuchen wir, in Einklang zu bringen. Dabei verstehen wir uns durchaus als „Anwälte der Kinder“ und suchen die Diskussion darüber.


Vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Eltern und Elternvertretern

Wichtig ist uns die enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit allen Eltern und ihren Vertretern. Wir sind der Meinung, dass wir nur durch eine offene Kommunikation den vielen Bedürfnissen und Wünschen gerecht werden können und zu einer stetigen Weiterentwicklung unserer Einrichtungen und Konzepte gelangen können. Unsere Fachkräfte sehen sich als „pädagogische Experten“ und Ansprechpartner für Kinder und Eltern und geben ihre systematischen Beobachtungen und Kenntnisse regelmäßig und strukturiert im Rahmen von Elterngesprächen weiter.


Sach- und kindgerechte Ausstattung der Räume und des Außengeländes

Bei der Ausstattung unserer Räume und Außengelände richten wir uns selbstverständlich nach den Verordnungen und Bestimmungen von Ämtern und Behörden. Darüber hinaus fließen vielfältige Überlegungen und pädagogische Erfahrungen in die Ausstattung ein. So kann es z.B. sinnvoll sein, zumindest von Zeit zu Zeit auf die Nutzung von fertigem Spielzeug zugunsten von selbstgemachten oder entworfenen Spielsachen und Materialien zu verzichten. Dies führt in unserer Zeit von Überangeboten für viele Kinder zu einer wertvollen „Entschleunigung“. Zudem können so eingesparte Mittel an anderer Stelle zweckmäßig(er) eingesetzt werden.
Gerne beteiligen wir die Eltern durch Arbeitsaktionen. Dadurch steigt die Identifikation mit „ihrer“ Einrichtung deutlich und das Miteinander in der Kita wird gestärkt.


Pädagogischer Wissensstand auf der Höhe der Zeit

Nur durch einen durchgängig aktuellen Wissensstand können unsere hohen Ansprüche erfüllt werden. Als Träger von mittlerweile fünf Kitas mit vielfältigen angegliederten Zusatzangeboten (flexible Betreuungen, Ferienbetreuungen, Tagespflege) verfügen wir über breit gefächertes Wissen und versuchen erfolgreich, trotz der beträchtlichen Entfernungen (von Lüneburg bis Clausthal sind es rund 220 km) einen regelmäßigen Austausch untereinander zu halten. Zu unseren Standards gehören seit vielen Jahren Supervisionsangebote und seit kurzem zusätzlich eine externe Fachberatung. In dringenden Fällen stehen KollegInnen aus unserer Abteilung „Beratung“ für erste Gespräche oder Fortbildungen zur Verfügung.


Zeitgemäße Konzeptionen mit Mut für Veränderungen

Grundlage unserer pädagogischen Arbeit ist eine in einem gemeinsamen Prozess entstandene Konzeption, die gleichermaßen das „pädagogische Gerüst“ der Arbeit in der Kita darstellt. Dieses Gerüst wird in regelmäßigen Abständen angepasst: Sei es durch neue wissenschaftliche Erkenntnisse oder eine neue Zielsetzung in der fachlichen Arbeit, durch Personalwechsel oder durch in Fortbildungen neu entdeckte pädagogische Ideen – unsere Konzeptionen leben durch den stetigen Wandel. Dadurch sind wir zu einer regelmäßigen fachlichen Auseinandersetzung mit unseren Aufgaben, Zielen und Methoden angehalten.

Wir sind stolz darauf, dass alle unserer Einrichtungen eine eigene, auf die örtlichen Bedingungen, die besonderen Kompetenzen des jeweiligen Personals als auch auf den spezifischen Schwerpunkten des Standorts basierende Konzeption haben.

Trotz allen Differenzierungen sind einige „Basics“ übergreifend für alle unsere Kitas gleich:

  • Wir legen bei unseren Kindern großen Wert auf das Erlernen von Sozialkompetenz.
  • Wir bieten ihnen früh die Chance, Verantwortung für sich und andere zu übernehmen.
  • Spielerisches Lernen hat für uns einen hohen Stellenwert, gerade in Zeiten hohen Medienkonsums.
  • Vorlesen als Lernform bietet sich für uns zu vielen Gelegenheiten als pädagogische Methode an.
  • Wir wollen, dass die Phantasie der von uns betreuten Kinder in besonderem Maße angeregt wird.

Qualität durch zufriedenes Personal

Gesunderhaltende Arbeitsbedingungen – geringe Krankenstände
Eine angenehme Arbeitsatmosphäre und gute Arbeitsbedingungen sind uns in allen Einrichtungen des Studentenwerks sehr wichtig. Insbesondere im Kitabereich bieten wir spezielle Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen an, z.B. die Teilnahme an EU-geförderten Projekten wie „Campus der Zukunft„ oder „Fidelio I und II“ (mit  Fokus auf „physischer und psychischer Belastung“ im Kita-Bereich). Wir als Träger freuen uns, wenn möglichst viele Bedienstete von diesem Angebot Gebrauch machen und übernehmen gerne die dafür anfallenden Kosten. Dieses Vorgehen wird sich auf lange Sicht sowohl für die Beschäftigten, als auch für uns als Träger, für die Kinder und Eltern vielfach auszahlen – davon sind wir fest überzeugt.
Darüber hinaus stehen Verbesserungen in der Raumausstattung durch Lärmschutz-Maßnahmen und gutes Mobiliar für unsere Bediensteten oben auf der Agenda. Dabei arbeiten wir eng mit der Berufsgenossenschaft und unserer Fachkraft für Arbeitssicherheit zusammen.


Gutes Personal mit fairen Arbeitsbedingungen

Über faire Arbeitsbedingungen versuchen wir, unser gutes Fachpersonal zu halten, zu entwickeln und zu fördern. Leider hat der Gesetz- (und Geldgeber) einen sehr engen Rahmen bei der Personalausstattung und der Bezahlung der Beschäftigten gesteckt, den wir berücksichtigen müssen. Unseres Erachtens zeigt sich in diesem Punkt eine deutliche Gerechtigkeitslücke – gerade bei den Leitungskräften.
Um die Bedingungen so gut wie möglich zu gestalten, wandeln wir frühzeitig befristete Arbeitsverhältnisse in feste um, bieten eine qualifikationsgerechte Bezahlung und fördern die Fort- und Weiterbildung unserer Mitarbeiter (auch langfristig).
Auch familiengerechte Arbeitsbedingungen sind uns ein Anliegen – was nicht immer einfach ist, da die Gestaltung von Dienstplänen von Teilzeitbeschäftigten häufig eine schwierige Aufgabe darstellt. Wir versuchen dabei schon frühzeitig, gute PraktikantInnen, Springkräfte, Schülerinnen und Schüler an uns zu binden, indem wir ihnen Perspektiven bei uns aufzeigen und sie aufmerksam durch ihre Praktika begleiten. Auch eine ausgewogene Altersstruktur in den Teams gehört in diesen Kontext.


Gute Vernetzung ist das A und O

Um voneinander lernen und profitieren zu können, ist eine enge Zusammenarbeit und gute Vernetzung besonders wichtig. So sorgt eine Koordinatorin für den Kita-Bereich für die Vernetzung der Einrichtungen untereinander, bei regelmäßigen Treffen der Leitungen unserer Kitas findet ein reger Erfahrungsaustausch statt und mindestens einmal jährlich gibt es Abteilungstreffen mit fachlichen Inhalten. Die Teilnahme an den EU-Projekten führt zudem zu standort- und abteilungsübergreifenden Veranstaltungen und damit zu inspirierenden Kontakten der Kolleginnen und Kollegen miteinander. Darüber hinaus sind unsere Einrichtungen regional gut vernetzt – nicht zuletzt durch unsere Mitgliedschaft im Paritätischen Niedersachsen ergeben sich viele und wertvolle Synergien.


Hand in Hand für ein gemeinsames Ziel

Den Leitungen und Teams geben wir möglichst viel Freiraum bei der Gestaltung und Entwicklung ihrer pädagogischen Arbeit. Zur Entlastung bieten wir Unterstützung bei administrativen Abläufen, z.B. durch den Einsatz und die Einführung von Management-Instrumenten.
An den im Rahmen des Projektes „Campus der Zukunft“ erarbeiteten Grundlagen einer Personalentwicklungskonzeption partizipieren auch unsere Kindertagesstätten: die dort erarbeiteten Strategien der Personalgewinnung und -bindung sind gerade im Bereich der Kitas sehr hilfreich.
Trotz allem ist uns sehr wohl bewusst, dass speziell unsere Leitungen einem hohem Anforderungsdruck ausgesetzt sind. Die Auflagen von Seiten des Landes und der Kommunen nehmen kontinuierlich zu, ohne dass es adäquaten Ausgleich dafür gibt. Andererseits steigen die Erwartungen und Wünsche der Eltern an die Qualität der Betreuung kontinuierlich an und unserem Fachpersonal wird immer mehr an pädagogischen Angeboten abverlangt. Zudem muss der Träger auf einen effektiven Einsatz der (zu) knappen Ressourcen achten. Der hohe Grad an Motivation unserer Leitungen – besonders der Kolleginnen, die nur als „Teilzeit-Leitung“ freigestellt sind – wird dadurch auf eine harte Probe gestellt.
Als Träger versuchen wir, wo immer es möglich ist, unsere Fachkräfte und Leitungen zu unterstützen und ihnen den Rücken zu stärken. Wir übernehmen gerne die Außenvertretung der Einrichtungen und versuchen, uns in den Gesprächen mit Hochschulen, Kommunen und dem Land für bessere Betreuungs- und Arbeitsbedingungen sowie eine bessere Finanzausstattung einzusetzen.


Wir bleiben immer im Gespräch

Nur wenn es uns gelingt, die Beschäftigten in einen lebendigen Prozess der Diskussion von neuen Ansätzen und kreativen Ideen einzubinden, werden wir als Einrichtungen unseren Qualitätsstandard hoch halten und weiterentwickeln können. Wir nutzen regelmäßige Mitarbeiter-Vorgesetztengespräche, um Entwicklungsmöglichkeiten bei den Beschäftigten zu entdecken, zu besprechen und zu fördern.


Unternehmenskultur mit Kreativität und Offenheit gegenüber Neuem

In unseren Kindertagesstätten ist uns die Förderung von Kreativität und Offenheit sehr wichtig. Dabei helfen uns die laufende Diskussion und die Implementierung unseres neuen Leitbilds mit seinen zehn Werten – die unseren gewünschten Umgang miteinander und untereinander beschreiben – deutlich. Wenn wir es erreichen, dass wir alle mit Engagement, Neugier und Spaß an die tägliche Arbeit gehen, haben wir sehr viel erreicht!

Erarbeitet und diskutiert wurden diese Punkte durch eine Projektgruppe mit folgenden TeilnehmerInnen:
Anette Hoff
Susanne Layda
Dagmar Trentlage
Michael Klink