Wohngeld

Wohngeld ist ein monatlicher Zuschuss zu den Wohnungskosten. Es wird nur auf Antrag gewährt. Die Höhe berechnet sich aus den tatsächlichen Wohnkosten, dem anrechenbaren Gesamteinkommen und der Haushaltsgröße, hierfür existieren Tabellen. Nähere Infos erhalten Sie hier. Prinzipiell sind Studierende vom Wohngeld ausgeschlossen, wenn sie dem Grunde nach BAföG-förderungsfähig sind. Dies gilt nicht, wenn die Förderung als Volldarlehen erfolgt. Nicht dem Grunde nach förderungsfähig ist man zum Beispiel im Urlaubssemester oder nach Überschreiten der Förderungshöchstdauer.

Eine weitere Ausnahme gibt es, wenn Studierende in einem Haushalt mit Familienangehörigen (z. B. Kinder, andere Verwandte, Ehegatte oder eheähnlicher Partner) wohnen, die selber nicht studieren. In diesem Fall kann entweder ein Anspruch als Gesamthaushalt bestehen, oder  ein eigener Anspruch des Studierenden.

Für die Gewährung von Wohngeld muss ein gewisses Einkommen nachgewiesen werden können. Einkommen plus möglicherweise bewilligtes Wohngeld müssen mindestens 80 % des sozialhilferechtlichen Bedarfes abdecken. Dieser setzt sich zusammen aus dem jeweils aktuellen Regelsatz + Krankenversicherungsbeitrag + Miete ohne Strom.  Sind die laufenden Einkünfte hierfür nicht ausreichend, kann auch bestehendes Vermögen eingesetzt werden, sofern es nicht als „erhebliches Vermögen“ im Sinne des § 21 Nr. 3 der W0GG definiert ist.

Wohngeld wird nicht rückwirkend gezahlt, deshalb sollte der Antrag jährlich jeweils zwei Monate vor Ablauf der Bewilligungsfrist bei der Wohngeldstelle gestellt werden.