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Selbstständige Tätigkeit

Sie haben als Studierende/r auch die Möglichkeit, einer selbstständigen Tätigkeit (Honorarjob) nachzugehen.
Internationale Studierende mit einer Aufenthaltserlaubnis nach § 16 AufenthG sind dazu nicht berechtigt!

Es wird unterschieden zwischen

  • Gewerbetreibenden und
  • FreiberuflerInnen (Wie die freiberufliche Tätigkeit aus steuerlicher Sicht definiert ist, findet sich in § 18 Einkommenssteuergesetz.)

Da der Lohn brutto ausgezahlt wird, werden Steuern und Sozialabgaben ggf. später fällig. Darum müssen sich Selbstständige selbst kümmern.

Die folgenden Steuern und Sozialabgaben sind für Gewerbetreibende und Freiberufler relevant:

Steuern

  • Einkommensteuer: Erwirtschaften Sie als Alleinstehende/r einen Gewinn unterhalb des Grundfreibetrages (2017: 8820 Euro), müssen Sie keine Einkommenssteuer zahlen. Sie sind jedoch zur Einkommenssteuerveranlagung verpflichtet .
  • Umsatzsteuer fällt dann an, wenn im vergangenen Jahr mehr als 17.500 Euro Umsatz und im laufenden Jahr voraussichtlich mehr als 50.000 Euro Umsatz erzielt werden. Da Sie als Studierende/r in der Regel nebenberuflich arbeiten und eher wenig einnehmen werden, können Sie sich als ‚Kleinunternehmer’ von der Umsatzsteuerpflicht befreien lassen.
  • Gewerbesteuer fällt erst an, sofern der jährliche Freibetrag von 25.000 Euro Gewinn überschritten wird. Freiberufler haben keine Gewerbesteuer zu zahlen.

 

Sozialabgaben

  • Krankenversicherung: Sofern nicht die Voraussetzungen für die Familienversicherung oder die studentische Krankenversicherung vorliegen, müssen Sie sich selbst krankenversichern. Achtung: Die Einkommensgrenze bzgl. der Familienversicherung liegt bei 435 Euro (Stand: 2018). Nur bei einem Einkommen aus einer geringfügigen Beschäftigung liegt die Grenze bei 450 Euro.
    Hierbei ist zu beachten, dass Studierende in der studentischen Krankenversicherung nur nebenberuflich selbständig tätig sein dürfen, d. h. die wöchentliche Arbeitsbelastung darf 20 Stunden nicht überschreiten (vgl. Krankenversicherung).
  • Rentenversicherung: Bei einigen selbständigen Tätigkeiten besteht eine Rentenversicherungspflicht (z.B. beim Geben von Nachhilfe auf Honorarbasis), jedoch muss auch hier zunächst die Geringfügigkeitsgrenze von 450 Euro überschritten werden.
    Weitere Informationen erhalten Sie bei der Deutschen Rentenversicherung.