BAföG

BAföG
BAföG-Rückzahlung
Studienabschlusshilfe
Studienabschlusshilfe-Rückzahlung
BAföG im Ausland

 

BAföG

Beim BAföG (Bundesausbildungsförderungsgesetz) handelt es sich um eine Ausbildungsförderung, die in der Regel zur Hälfte als staatlicher Zuschuss und zur Hälfte als unverzinsliches Darlehen gewährt wird.

Die Auszahlungshöhe kann – abhängig vom Einkommen der Eltern (außer bei elternunabhängigem BAföG) sowie vom eigenen Einkommen und Vermögen – monatlich bis zu 735 € betragen.
Daneben gibt es auf Antrag einen Kinderbetreuungszuschlag, wenn Studierende mit mindestens einem Kind unter 10 Jahren in einem Haushalt leben. Für jedes Kind gibt es 130 €. Der Kinderbetreuungszuschlag wird als Vollzuschuss gewährt.

Die Anträge sind frühzeitig zu stellen und persönlich oder postalisch in der Abteilung Studienfinanzierung (BAföG-Amt) des Studentenwerks einzureichen. Die Antragsformulare sind vor Ort oder online erhältlich.

Es ist immer empfehlenswert, die Anträge persönlich in der Sprechstunde bei Ihrem/Ihrer zuständigen BAföG-Sachbearbeiter/in abzugeben: gleich vor Ort kann mitgeteilt werden, ob der Antrag vollständig ist oder ob noch Unterlagen nachgereicht werden müssen.

Wenn es möglich ist, sollte der BAföG-Erstantrag schon zwei Monate vor Studienbeginn gestellt werden, so auch der Weiterförderungsantrag zwei Monate vor Auslaufen des BAföG-Bewilligungszeitraumes (BWZ). Ein BWZ dauert in der Regel 12 Monate, manchmal auch kürzer.

BAföG wird für die Dauer der Regelstudienzeit geleistet. Zur Weiterförderung im 5. Fachsemester muss ein Leistungsnachweis erbracht werden. Eine Förderung über die Förderungshöchstdauer hinaus ist möglich, sofern Gründe nachgewiesen werden können, die ursächlich für die Verzögerung sind (z. B. Kindererziehung, eine längere Erkrankung oder Mitwirkung in gesetzlich vorgesehenen Hochschulgremien).
Liegen keine Verlängerungsgründe vor oder wurden diese ausgeschöpft, so kann BAföG unter bestimmten Umständen als vollverzinsliches Bankdarlehen (‘Studienabschlusshilfe‘) gewährt werden.

 

Abteilung Studienfinanzierung in Lüneburg

Informationen zum BAföG finden Sie auch in unserer Broschüre ‚Studienfinanzierung‘ oder unter www.bafög.de.


BAföG-Rückzahlung

Die Rückzahlung von BAföG beginnt fünf Jahre nach Ende der Förderungshöchstdauer (FHD). Ca. 4 ½ Jahre nach Ablauf der FHD erstellt das Bundesverwaltungsamt einen Feststellungs- und Rückzahlungsbescheid. In diesem sind der Rückzahlungszeitpunkt und die Höhe der Raten festgesetzt.
Die monatliche Rückzahlungsrate beträgt 105 €, diese erfolgt grundsätzlich in Vierteljahresraten von 315 €. Die Rückzahlungssumme ist auf 10.000 € begrenzt. Es gibt einen Nachlass, wenn das Darlehen vor Fälligkeit der ersten Vierteljahresrate teilweise oder vollständig zurückgezahlt wird. Ausführliche Informationen erhalten Sie beim Bundesverwaltungsamt.

Hier können Sie die entsprechende Info-Broschüre herunterladen.

 

Studienabschlusshilfe

Die BAföG-Studienabschlusshilfe kann für max. 12 Monate in Anspruch nehmen, wer spätestens innerhalb von vier Semestern nach Überschreitung der Förderungshöchstdauer durch die Prüfungsstelle bescheinigt, dass die Ausbildung innerhalb der Abschlusshilfedauer abgeschlossen werden kann.
Es handelt sich hierbei um ein vollverzinsliches Bankdarlehen. Die Antragstellung erfolgt durch den regulären BAföG-Antrag, plus der vom Prüfungsamt unterschriebenen Prognosebescheinigung. Der Vertrag wird direkt mit der KfW-Bank abgeschlossen.
Die Berechnung erfolgt analog zum BAföG, der monatliche Betrag kann aber auch begrenzt werden. Ab dem Tag der Auszahlung wird das Darlehen verzinst, fällig werden diese jedoch erst mit Beginn der Rückzahlung.

Studienabschlusshilfe-Rückzahlung

Die monatlichen Rückzahlungsraten betragen mindestens 105 € und beginnen 18 Monate nach der Auszahlungsphase. In dieser Phase ist auch eine Festzinsvereinbarung möglich.
Der Tilgungsplan wird von der KfW-Bank mit dem Bundesverwaltungsamt abgestimmt, das für die Rückzahlung des eventuell in Anspruch genommenen Staatsdarlehens zuständig ist. Hintergrund: Das verzinsliche BAföG-Bankdarlehen wird vor dem (zinslosen) BAföG-Staatsdarlehen zurückgezahlt.

Sollten die Rückzahlungsraten nicht leistbar sein, so besteht die Möglichkeit, eine Stundung oder eine Ratenreduzierung zu vereinbaren. Hierfür muss die finanzielle Situation durch Gehaltsbescheinigungen, Bescheid über Sozialleistungsbezug, Immatrikulationsbescheinigung o. ä. nachgewiesen werden.

 

BAföG im Ausland

Eine BAföG-Förderung im Ausland ist möglich. Wer in einem EU-Land oder der Schweiz studieren möchte, kann für die gesamte Regelstudienzeit BAföG bekommen.
Wer in einem anderen Land studieren möchte, wird maximal ein Jahr gefördert. Es muss hierfür das reguläre Studium im Inland oder der EU betrieben werden.
Der Antrag für das Auslands-BAföG wird bei dem – je nach Zielland – jeweils dafür zuständigen BAföG-Amt gestellt (nicht bei dem BAföG-Amt an Ihrem Studienort in Deutschland).
Auch ein mind. zwölfwöchiges Pflichtpraktikum kann gefördert werden – sowohl innerhalb als auch außerhalb Europas.
Es empfiehlt sich eine rechtzeitige Antragstellung ca. ein halbes Jahr vor dem geplanten Auslandsaufenthalt.

Hier können Sie die Zuständigkeit ermitteln.

 

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