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Besonderheiten für Studierende mit Kind

Mutterschutzgesetz
Mutterschutzfristen
Mutterschaftsgeld und Zuschuss zum Mutterschaftsgeld
Elternzeit

 

Mutterschutzgesetz

Alle Frauen, die in einem Arbeitsverhältnis stehen (sowohl Vollzeit- als auch Teilzeitbeschäftigungen), genießen während der Schwangerschaft und nach der Geburt einen besonderen Schutz.

Das Mutterschutzgesetz (MuSchG) schützt die schwangere Frau bzw. die Mutter grundsätzlich vor Kündigung und in den meisten Fällen auch vor vorübergehender Minderung des Einkommens. Es schützt darüber hinaus die Gesundheit der (werdenden) Mutter und des Kindes vor Gefahren am Arbeitsplatz.

 

Mutterschutzfristen

Die Schutzfrist beginnt sechs Wochen vor und endet normalerweise acht Wochen nach der Entbindung. Bei Früh- und Mehrlingsgeburten endet sie zwölf Wochen danach.

Während der sechswöchigen Frist vor der Entbindung kann die werdende Mutter auf eigenen, ausdrücklichen und jederzeit widerrufbaren Wunsch weiter beschäftigt werden, während der Zeit nach der Entbindung besteht ein absolutes Arbeitsverbot.
Bei Frühgeburten verlängert sich diese Frist zusätzlich um die Zeit, die die Mutter von der sechswöchigen Schutzfrist vor der Entbindung nicht in Anspruch nehmen konnte (§ 6 MuSchG). Somit besteht also ein Anspruch auf eine Mutterschutzfrist von insgesamt mindestens 14 Wochen.

 

Mutterschaftsgeld und Zuschuss zum Mutterschaftsgeld

Während der Mutterschutzfrist wird Mutterschaftsgeld gezahlt, wenn zu Beginn der Frist ein Arbeitsverhältnis besteht.

Anspruch haben also nur Studentinnen, die einer Beschäftigung (auch geringfügig) nachgehen und zwar unter folgenden Voraussetzungen/Regelungen:

  • Eigenständig in der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) versicherte Frauen erhalten Mutterschaftsgeld von der Krankenkasse in Höhe von bis zu 13 € pro Tag. Wenn mehr verdient wurde, übernimmt der Arbeitgeber den Differenzbetrag zwischen den 13 € und dem durchschnittlichen Nettoarbeitsentgelt.
  • In der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) familienversicherte oder privat krankenversicherte Frauen erhalten Mutterschaftsgeld in Höhe von einmalig bis zu 210 € durch das Bundesversicherungsamt und ggf. einen Arbeitgeberzuschuss in Höhe der Differenz zwischen 13 € und dem durchschnittlichen Nettoarbeitsentgelt.

 

Elternzeit

Anspruch auf Elternzeit haben Mütter oder Väter, die in einem Arbeitsverhältnis stehen.

Hierzu zählen auch befristete Verträge, Teilzeitarbeitsverträge, geringfügig Beschäftigte, Auszubildende sowie wissenschaftliche (studentische) Hilfskräfte, die mit einem Kind in einem Haushalt leben und es selbst betreuen und erziehen.

Mütter können die Elternzeit erst im Anschluss an die Mutterschutzfrist nehmen, der Vater kann die Elternzeit bereits während der Mutterschutzfrist beginnen. Die Mutterschutzfrist wird auf die Elternzeit der Mutter angerechnet.

Die Elternzeit beträgt höchstens drei Jahre für jedes Kind und zwar sowohl bei gemeinsamer Inanspruchnahme als auch bei alleiniger Nutzung durch einen Elternteil. Sind beide Eltern erwerbstätig, können sie selbst entscheiden, wer von beiden die Elternzeit nimmt und für welche Zeiträume. Die Elternzeit kann auch von beiden Eltern gleichzeitig in Anspruch genommen werden.

Soll die Elternzeit unmittelbar nach der Geburt des Kindes beginnen, müssen werdende Eltern die Elternzeit spätestens acht Wochen vor ihrem Beginn beim Arbeitgeber schriftlich anmelden und festlegen, wie sie die ersten 24 Monate gestalten wollen. Spätestens acht Wochen vor Ende des zweiten Jahres muss verbindlich festgelegt werden, wie es weitergehen soll.
Maximal zwölf Monate der Gesamtelternzeit sind mit Zustimmung des Arbeitgebers auf die Zeit bis zur Vollendung des achten Lebensjahres des Kindes übertragbar.

Während der Elternzeit ist eine Erwerbstätigkeit bis zu max. 30 Wochenstunden zulässig.

Weitere Informationen hierzu finden Sie beim Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

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