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„Zeichnung“

Ein Ausstellungsprojekt des Kulturbüros des Studentenwerks mit Studierenden der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig und der Leuphana Universität Lüneburg.

 

So lapidar der Titel, so komplex der Inhalt: „Zeichnung“.

Pünktlich zu Beginn des Wintersemester zeigt das Kulturbüro des Studentenwerks im Foyer der Bibliothek auf dem Campus eine neue Ausstellung: mehr als 50 Skizzen, Zeichnungen und Druckgrafiken, eine Auswahl intensiver künstlerischer Auseinandersetzung der Fachklasse für Experimentelles Zeichnen der HBK Braunschweig. Die Arbeit geschah unter der Leitung der Berliner Künstlerin und Gastprofessorin Monika Grzymala, mit ihren Raumzeichnungen und handgeschöpften Papierarbeiten eine der außergewöhnlichsten Künstlerinnen der zeitgenössischen Graphik.

Vorbereitet wurde die Präsentation im Rahmen des Projekts „Kultur Austausch“ unter Leitung von Claudia Jonischkies, Kulturreferentin des Studentenwerks, mit Studierenden der HBK Braunschweig und der Leuphana Universität Lüneburg, einem Projekt mit dem Schwerpunkt, kooperative Kulturprojekte mit Studierenden anderer Hochschulen zu initiieren und zu realisieren, den Austausch von Studierenden verschiedener Hochschulen zu fördern und damit Einblicke zu ermöglichen in andere Studiengänge und Hochschulstrukturen.

In der Fachklasse für Experimentelles Zeichnen der HBK treffen Studierende verschiedener Jahr- und Studiengänge aufeinander: Studierende der Freien Kunst, des Kommunikationsdesigns, dem auslaufenden Studiengang der Kunstvermittlung und dem ganz neuen Studiengang KUNST. Lehramt der HBK.

Die Ausstellung zeigt Ergebnisse künstlerischer Experimente im Spiel mit der Linie: vom Bleistift zur Pinselzeichnung, Druckgrafik, Radierung, Lithographie bis hin zu linearen, reliefartig erhöhten Strukturen in Materialbildern aus handgeschöpftem Papier.

Und dies ist ein besonderer Schwerpunkt: Handgeschöpfte, künstlerisch gestaltete Papiere aus dem Workshop mit dem Papiertechnologen Gangolf Ulbricht, mit eigener Werkstatt in Berlin. Im Prozess des künstlerischen Papierschöpfens transformiert der klassische Bildträger, das Papier, selbst zur Zeichnung. Papier ist hier nicht der Malgrund, sondern gestaltetes Material: verschlungene, netzartig miteinander verwobene Linienstrukturen, Relieflinien, die wie Adern den Blattraum durchziehen.

Hier geht es um innovative Auseinandersetzung mit dem Thema „Zeichnung“, einem klassischen künstlerischen Medium.

„Zeichnen ist von der Hand geführtes Denken“, sagt Prof. Monika Grzymala, Leiterin der Fachklasse für Experimentelles Zeichnen. Zeichnen, das ist zugleich Abstraktion und Reduktion auf das Wesentliche, die Linie. Zeichnen ist Grundlage allen künstlerischen Schaffens, Skizzen und Studien eine Möglichkeit ein Sujet systematisch zu erarbeiten. Und Zeichnen ist immer individueller künstlerischer Ausdruck, die manifestierte Bildidee.

Die Hochschule für Bildende Künste Braunschweig, als künstlerisch wissenschaftliche Hochschule mit Promotions- und Habilitationsrecht schon seit 1972 den Universitäten gleichgestellt, definiert das künstlerische Studium in den jeweiligen Fachklassen als Raum für eine freie künstlerische Entwicklung ohne festen Lernentwicklungsplan oder vordefinierte Kompetenzkataloge. Und sie bewahrt damit notwendige Freiheitsräume für Bildungs- und Entwicklungsprozesse im Studium auch nach der Umstellung auf B.A. und M.A. Studiengänge.

Erst aus der unmittelbaren Erfahrung der eigenen künstlerischen Praxis und dem intensiven Durchleben künstlerischer Prozesse kann ein eigener authentischer Bezug zur Kunst entwickelt werden. Die grundlegende Einsicht: Jedes Lernen wurzelt in sinnlicher Wahrnehmung und geht prozesshaft vor. Das bietet den Studierenden einen großen Lern- und Entwicklungsfreiraum und fordert zugleich ein hohes Maß an Eigenverantwortung und Motivation in der Organisation des eigenen Studiums. Auf dieser Basis und damit eng verzahnt werden an der HBK Braunschweig künstlerische, (kunst-) wissenschaftliche und kunstpädagogische Zu- und Umgangsweisen vermittelt.

 

Die an der Ausstellung teilnehmenden Studierenden der HBK Braunschweig:

Esra Özen, Nina Larsen, Hanna Robold, Angelika Rauf, Nicola Falko, Anna Reinhardt, Margarete Albinger, Lisa Heissenberg, Monika Breckova, Ruben J. Krenzke, Agnes Wojtas, Kathrin Lucero, Marvin Blaesche

 

Die Präsentation im Foyer der Bibliothek auf dem Campus der Leuphana Universität, Scharnhorststr. 1, ist vom 4. Oktober bis 22. November 2013 zu sehen.

Mo bis Fr 8.30 – 20 Uhr; Sa und So 10 – 18 Uhr

 

 

Kontakt und Informationen:

Kulturbüro des Studentenwerks

Claudia Jonischkies

Tel: 04131 – 78 96 321

kultur.lg@stw-on.de

 

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„Skizzenbuch – Zeichnung von Luisa-Lisanne Forck aus Israel und Palästina“

Ausstellung des Kulturbüros des Studentenwerks im International Office.

 

„So oft schon hier aufgewacht und eingeschlafen und dazwischen so viel erlebt.“

Farbzeichnungen aus einem Skizzenbuch von Luisa-Lisanne Forck, Studentin der Kulturwissenschaften an der Leuphana Universität: Zwischen Abitur und Studienbeginn ein freiwilliges soziales Jahr in einem Wohnheim für geistig und körperlich behinderte Menschen in der Nähe von Tel Aviv. Das ist ein Jahr neuer intensiver Erfahrungen in einem fremden Land, ein Jahr zusammenleben und arbeiten mit geistig und körperlich behinderten Menschen, ein Jahr voller Begegnungen mit Menschen aus Israel und Palästina, ein Jahr mit Gesprächen und Diskussionen zur aktuellen gesellschaftlichen und politischen Situation – und das Bemühen um Verstehen.

Im Wintersemester präsentiert das Kulturbüro des Studentenwerks im International Office der Leuphana Universität eine Auswahl von Skizzen und Zeichnungen in kräftigen Farben, allesamt entstanden während dieses Jahres in Israel und Palästina.

Skizzenbücher füllt Luisa-Lisanne Forck mit Skizzen und Zeichnungen, dokumentiert ihre Eindrücke und Erfahrungen in einem Blog im Online-Magazin ihres Heimatortes. Eine Auswahl der Zeichnungen ist nun im International Office zu sehen. Ergänzt werden die Bilder durch Textfragmente aus dem Blog. So spiegeln sich direkt und unmittelbar sehr persönliche Erlebnisse und Stimmungen, Begegnungen mit Menschen in Israel und Palästina.

Die gezeichneten Bilder und die Aufzeichnung der Gedanken in Schriftform, zwei Möglichkeiten der Annäherung, zwei sich ergänzende Möglichkeiten, sich auszudrücken und mitzuteilen.

 

„Seit ich denken kann zeichne ich. Meine Eltern haben viele meiner ersten Versuche aufbewahrt. Später habe ich schreiben gelernt und seitdem schreibe ich auch viel. Ein Buch mit vielen leeren Seiten und Stifte habe ich immer bei mir. Manchmal zeichne und schreibe ich lange gar nichts, manchmal sehr viel. Meistens nur für mich.“

„Meine Gedanken in Worte oder Bilder zu fassen hilft mir, sie zu sortieren und Erlebnisse zu verarbeiten oder Entscheidungen zu treffen oder einfach nur zur Ruhe zu kommen.“

„Fotos mag ich auch, aber die Bücher voller Augenblicke bedeuten mir mehr als digitale Bilder. Mit jeder Seite verbinde ich eine Situation, ein Gefühl, Tage, Menschen und Gedanken.“

 

Die Präsentation im International Office, Gebäude 4 auf dem Campus der Leuphana Universität ist vom 28. Oktober 2013 bis 14. Februar 2014 zu sehen.

 

Donnerstag, 31. Oktober, 11 Uhr: Gespräch in der Ausstellung mit Luisa-Lisanne Forck über ihre Erfahrungen während ihres freiwilligen sozialen Jahres und über ihre Begegnungen mit Menschen in Israel und Palästina.

 

Kontakt und Informationen:

Kulturbüro Studentenwerk, Claudia Jonischkies

04131 – 78 96 321

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„Radierung“

Ausstellung des Kulturbüros des Studentenwerks im Foyer der Universitätsbibliothek.

 

Radierungen, Druckgrafik von Studenten und Studentinnen der Leuphana Universität im Foyer der Bibliothek: Ergebnisse aus dem Workshop mit der Künstlerin und Illustratorin Ursula Blancke Dau.

Das Kulturbüro des Studentenwerks organisierte diesen Workshop in einer für das gestalterische Arbeiten besonders inspirierenden Atmosphäre: im Atelier der Künstlerin in der Lüneburger Altstadt. Die Studierenden erlebten nicht nur die alte Drucktechnik der Radierung aus eigener Arbeit, zugleich nahmen sie auch ein Stück weit am Atelierleben einer freischaffenden Künstlerin teil.

Radierung, von lateinisch „radere“, kratzen, wegnehmen, entfernen, bezeichnet ein grafisches Tiefdruckverfahren. Erste Radierungen sind aus dem 15. Jahrhundert u.a. von Albrecht Dürer bekannt oder die Radierungen von Rembrandt aus dem 17. Jahrhundert.

In dem Workshop experimentierten die Studierenden besonders mit der Methode der Ätzradierung: Auf eine Metallplatte wird ein Lack aufgebracht, in den dann die Zeichnung spiegelverkehrt mit einem speziellen Werkzeug, der Radiernadel, hineingeritzt wird. Der folgende Prozess des chemischen Ätzens greift die Metallplatte nur dort an, wo die Lackschicht verletzt wurde. Anschließend wird Druckfarbe in die geätzten Vertiefungen der Metallplatte gerieben und zusammen mit dem besonders saugfähigen, dicken Büttenpapier unter hohem Druck durch eine handbetriebene Druckwalze geschickt. Dabei wird das Papier in die Vertiefungen gedrückt und nimmt die Farbe auf.

Die Ausstellung zeigt die vielfältigen Ergebnisse der studentischen Experimente mit Material und Verfahren. Zu sehen sind kleinformatige Serien mit in Farbe und Druckintensität variierenden Drucken oder auch Bildreihen, die den Prozess der Bearbeitung der Druckplatte, die einzelnen Plattenzustände, in Schritten dokumentieren. Zur Veranschaulichung des Druckprozesses sind in zwei Vitrinen die einzelnen Druckplatten, oft noch mit Farbresten, und das Handwerkszeug wie Radiernadel, Farbwalze etc. ausgestellt.

Im Prozess der eigenen gestalterischen Arbeit wurde den Studierenden schnell deutlich: Das Verfahren der Radierung hat ganz besondere Ausdrucksmöglichkeiten, ein einheitlicher Auflagendruck mit vollständig identischen Exemplaren ist kaum möglich und auch nicht das Ziel: jeder einzelne Druck ist individuell, ein Unikat.

 

Die Präsentation im Foyer der Bibliothek auf dem Campus der Leuphana Universität, Scharnhorststr. 1,  ist vom 2. Dezember bis 12. Januar 2014 zu sehen.

Mo bis Fr 8.30 – 20 Uhr; Sa und So 10 – 18 Uhr

 

Kontakt und Informationen:

Kulturbüro des Studentenwerks, Claudia Jonischkies,

Tel: 04131 – 78 96 321

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„Detroit. Ruinen [1]“, Fotografie von Antonia Mahler

Eine Ausstellung des Kulturbüros des Studentenwerks im Foyer der Universitätsbibliothek

 

Ein Abgesang: Detroit, einst das Herz der US-Industrie und eine der reichsten Städte der Welt ist heute eine Stadt im bodenlosen Fall mit einer enormen Konzentration von Arbeitslosigkeit, Armut und Kriminalität, entvölkert bis auf die Hälfte seiner einstigen Bevölkerungszahl.

Zum Ende der Vorlesungszeit im Wintersemester zeigt das Kulturbüro des Studentenwerks im Foyer der Universitätsbibliothek und parallel dazu in der Mensa auf dem Unicampus eine umfangreiche Ausstellung mit ca. 60 großformatigen Fotografien: Detroit. Ruinen [1]

Ein Auslandsaufenthalt in den USA, ein Praktikum in Detroit: Chance für Antonia Mahler, Studentin im Master Studiengang „Management & Marketing“ der Leuphana Universität fachrelevante Auslandserfahrungen zu sammeln. Und mehr als das, der Aufenthalt in Detroit berührt auf besondere Weise, eine Auseinandersetzung mit Stadt und Geschichte beginnt. Fotos entstehen, sie forschen dem Verfall des früheren Glanzes nach.

Mit Fotoapparat und Stativ dokumentiert Antonia Mahler die dystopischen Szenerien der Stadt:

Ruinen der Gebäude, die Detroit einst berühmt machten, wie das 1913 gebaute „Michigan Central Station“, das nach einem Brand 2009 zerstörte „Easttown Theatre“, die Ruinen des „Lee Plaza“, der ehemals nobelsten Appartementanlage der Stadt oder das „Michigan Theatre“, das kurz nach seiner Schließung in ein Parkhaus umfunktioniert wurde – nur noch der Stuck an der Decke reflektiert den ehemaligen Glanz.

In einer der ehemals reichsten Städte der Welt blieben nur noch Ruinen vom früheren Prunk. Freistehende Fassaden von Hochhäusern als Mahnmale einer vergangenen Zeit, Bäume durchwachsen zerfallende Hausmauern, Straßen sind von Sträuchern und Gras überwuchert.

Und wurden einst die modernsten und luxuriösesten Autos in der „Packard Plant“ hergestellt, wird dieses 15 Hektar große Areal die größte verlassene Fabrik der Welt: Drehort nun für apokalyptische Filme wie „Transformers“.

Vorbereitet wurde die Präsentation im Rahmen des studienbegleitenden Seminars „Ausstellungsmanagement“ unter Leitung von Claudia Jonischkies, Kulturreferentin des Studentenwerks mit Studierenden der Leuphana Universität Lüneburg.

Die Präsentation im Foyer der Bibliothek auf dem Campus der Leuphana Universität, Scharnhorststr. 1, ist vom 28. Januar bis 14. März 2014 zu sehen.

Mo bis Fr 8.30 – 20 Uhr; Sa und So 10 – 18 Uhr

Dienstag, 4. Februar, 13.30 Uhr, Foyer der Bibliothek:

Gespräch in der Ausstellung mit Antonia Mahler

 

Stichwort Detroit:

Mit dem rasanten Aufbau der Automobilindustrie begann in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts Detroits schneller Aufstieg zum führenden Standort der US-Automobilproduktion. Die “Großen Drei” – Chrysler, Ford, General Motors – schufen die Autostadt schlechthin, machten Detroit zu einer der reichsten Städte der Welt – und seine Architektur spiegelte den Reichtum wider: modernste Fabrikanlagen mit Fließbandfertigung, elegante Villen, prunkvolle Theater, Kinopaläste und Warenhäuser säumten die Straßen, der öffentliche Verkehr und vor allem das Aufkommen des Automobils formten die moderne Stadt. Ein Zentrum des modernen Kapitalismus, Welthauptstadt des Automobilbaus, Mythos und Symbol amerikanischen Fortschritts.

Wenige Jahrzehnte später, in den 50er/60er Jahren, kippt die Situation.

Die „Motor City Detroit“, einst Mythos und Symbol amerikanischen Fortschritts, steht heute für das ökonomische und soziale Scheitern einer Großstadt. Die Gründe hierfür werden in den ökonomischen Problemen der Automobilindustrie gesehen. Autokonzerne, die einst massenhaft Arbeitsplätze boten, gaben nach und nach Detroit als Produktionsstandort auf, hinzu kamen ungelöste ethnische Konflikte, die Abwanderung wohlhabender Bevölkerungsschichten und nicht zuletzt gravierende politische Versäumnisse. Eine Entwicklung, die mit dem Konkurs von General Motors 2009 und dem finanziellen Bankrott der Stadt 2013 weitere Tiefpunkte fand.

Innerhalb von einem halben Jahrhundert verlor Detroit, einst mit über zwei Millionen Einwohnern viertgrößte Stadt der USA, fast eine Million Menschen und damit die Hälfte seiner Bevölkerung.

Ruinen stillgelegter Fabriken, leerstehende Hochhäuser, verlassene Villen, Theater und Kirchen prägen heute das Stadtbild. Ein Drittel der gesamten Stadtfläche gelten inzwischen als unbewohnbar, zahllose Gebäude wurden abgerissen, einige Tausend Gebäude, davon ca. 80.000 Einfamilienhäuser stehen leer: verlassen, verschlossen, verbrettert, vermauert, verfallen.

Die zweite Präsentation „Detroit. Ruinen [2]“ wird in der Mensa auf dem Campus ab Anfang Februar gezeigt.

 

Kontakt und Informationen:

Kulturbüro des Studentenwerks, Claudia Jonischkies

Tel: 04131 – 78 96 321

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„Anthotypes“

Ausstellung des Kulturbüros des Studentenwerks im International Office der Leuphana Universität

Grasgrüne, blauviolette oder leuchtend rotschattierte Fotodrucke zeigt das Kulturbüro im International Office auf dem Campus der Leuphana Universität, Arbeiten von Studierenden aus dem Seminar „zwischen Kunst und Naturwissenschaften“ unter Leitung von Claudia Jonischkies, Kulturreferentin des Studentenwerks. Den Anstoß zu diesem ungewöhnlichen Projekt gab die neuseeländische Künstlerin und Fotografin, Rosemarie Horn, die auf Einladung des Kulturbüros die experimentelle Fototechnik den Studierenden der Leuphana Universität in einem Workshop vorstellte.

Zu sehen ist eine Vielzahl von verschiedenen mit farbigen Pflanzensäften von Mangold, Spinat, Rotkohl, Roter Bete oder Petersilie eingefärbten Papieren, auf die ein fotografisches Bild projiziert wurde, in der Anmutung von Aquarellen und zugleich der Zeichengenauigkeit von Fotografien.

Die auf den kleinformatigen Blättern erscheinenden Bilder von Menschen, Landschaften, Architektur, Straßenszenen wirken wie flüchtige Gedankenfetzen, Traumbilder: das verblassende Holzpferd eines Karussells, eine mächtige Baumkrone, eine Marienstatue, ein Heiligenbild, das wie eine Erscheinung auftaucht und wieder verschwindet.

Die Bilder kommunizieren Prozesse der Vergänglichkeit, Assoziationen einer anderen Realität, kaum dass sie da sind, schon wieder verblichen.

Die Ausstellung zeigt die vielfältigen Ergebnisse der im Seminar mit den Studierenden erarbeiteten experimentellen und dabei besonders naturbezogenen Fototechnik, die Naturwissenschaftliche Phänomene für eine künstlerische Umsetzung nutzt.

Der Begriff „Anthotypie“ ist griechischen Worten entlehnt: übersetzt bedeutet er so viel wie „Blütendruck“. Die Serien beruhen auf der Wirkung der Photosynthese, der Einwirkung von Sonnenlicht auf die Licht absorbierenden Farbstoffe der Pflanze, wie das Chlorophyll. So wie die klassische Photographie Silbersalze verwendete, wird hier eine Technik der Fotografie mit pflanzlicher Photosynthese als Medium der Bildentstehung entwickelt.

Die Präsentation im International Office, Gebäude 4 auf dem Campus der Leuphana Universität ist vom 16. Juli bis 20. November 2013 zu sehen.

 

Kontakt und Informationen:

Kulturbüro des Studentenwerks, Claudia Jonischkies,

Tel: 04131 – 78 96 321

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“Street Art [1]“

Ausstellung des Kulturbüros  im Service Center des Studentenwerks

 

12. Dezember  – 14. März 2014

Service Center des Studentenwerks

Munstermannskamp 3, Lüneburg

Öffnungszeiten: Mo – Do 9 – 15.30 Uhr; Fr 9 – 13 Uhr

 

Kontakt und Informationen:

Kulturbüro des Studentenwerks, Claudia Jonischkies,

Tel: 04131 – 78 96 321

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„Street Art [2]“

Ausstellung des Kulturbüros des Studentenwerks  in der Mensa Unicampus Scharnhorststr.

Street Art, das ist inzwischen eine anerkannte Form der Kunst im öffentlichen Raum. Anders als bei den sonst allgegenwärtigen Tags nächtlicher Sprayer als grafischen Markierungszeichen geht es hier um Bilderfindungen. Und diese Bilder beziehen ihre Wirkung aus der unmittelbaren physischen Bindung an den urbanen Raum.

Noch bis zum 12. Dezember in der Mensa des Studentenwerks:

„Street Art [2]“, die zweite Serie, die auf die im Sommersemester  im Foyer der Bibliothek gezeigte Präsentation „Street Art [1]“ folgt.   Zu sehen sind Serien von  großformatigen Fotografien, die die Studentinnen Anna-Lena Sender, Nora Sophie Schröder, Claudia Jochim und die Projektgruppe des Seminars Ausstellungsmanagement unter Leitung von Claudia Jonischkies, Kulturreferentin des Studentenwerks präsentieren.

Es sind Fotografien, die verschiedene Formen der Street Art aus den Großstädten Athen, New York, Berlin und Städten Südfrankreichs dokumentieren.

Die Serien von Fotografien in der Ausstellung zeigen die Vielfalt der Street Art im urbanen Raum: Dabei weniger die großflächigen monumentalen Wandmalereien, vergleichbar den

„Murals“, die oft als Auftragsarbeit ganze Hausfassaden im öffentlichen Raum gestalten und mit sozialkritischen Inhalten wirken – wie etwa die Arbeiten internationaler Künstler und Künstlerinnen der Street Art Szene, die zur Startwoche im Jahr 2009 in die Stadt Lüneburg eingeladen wurden.

Die Dokumentation zeigt eher die kleineren, unscheinbareren Arbeiten:

„Stencils“, bei der mit Hilfe von Schablonen das jeweilige Bild aufgesprüht wird, „Sticker“, eine Spielart, bei der Aufkleber im öffentlichen Raum, vorzugsweise an Hauswänden, Schildern, etc. angebracht werden, „Paste-ups“, den mit Kleister oder Leim auf Hauswänden und Mauern aufgezogenen plakatartig gestalteten Bildern.

Hier sind es oft kleinformatige Zeichnungen oder Schablonenbilder, die das jeweilige Gebäude oder auch die Materialität der verwitternden Mauern mit abblätternder Farbe, Rissen im Mauerwerk oder freiliegender Verkabelung in feinsinnigen Anspielungen in die Gestaltung mit einbeziehen.

Die Einordnung zwischen akzeptierter Street Art und unerlaubter Verunzierung bleibt dabei immer fließend: Straßenkunst, die charakteristisch für den Ort, direkt auf ihn bezogen ist, wie Graffiti und Wandmalereien auf Resten der Berliner Mauer,  Äußerungen mit politischem Bezug aus Athen oder die spielerisch mit diffizilem Witz eher unscheinbar, wie im Vorübergehen entstandenen Wandbilder aus Südfrankreich.

 

„Street Art [2]“, die Präsentation in der Mensa auf dem Campus der Leuphana Universität, Scharnhorststr. 1,  ist noch bis  10. Januar 2014 zu den Öffnungszeiten der Mensa zu sehen.

 

Kontakt und Informationen:

Kulturbüro des Studentenwerks, Claudia Jonischkies,

Tel: 04131 – 78 96 321

kultur.lg@stw-on.de

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Fotografie von Studierenden aus dem Projekt  „Fotografie – Medium zwischen Dokumentation und Manipulation im Komplementärstudium

 

noch bis 12. Dezember 2013

ServiceCenter des Studentenwerks, Munstermannskamp 3, Lüneburg

Mo bis Do 9 – 16 Uhr, Fr 9 – 14 Uhr

 

Kontakt und Informationen:

Kulturbüro des Studentenwerks, Claudia Jonischkies,

Tel: 04131 – 78 96 321

kultur.lg@stw-on.de

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