Das Thema Nachhaltigkeit spielt in den Mensen des Studentenwerks eine immer wichtigere Rolle. Natur und Umwelt für die nachfolgenden Generationen zu erhalten, bestimmt unser Denken und Handeln mehr und mehr. In Zukunft wollen wir unsere Angebote und Planungen ständig auch vor dem Hintergrund ökonomischer, ökologischer und sozialer Nachhaltigkeit überprüfen. Dieses Vorhaben ist nichts, was von heute auf morgen umgesetzt werden kann, doch erste Schritte sind bereits getan – vor allem im Bereich Hochschulgastronomie.
Gegründet wurde Neuland 1988 als Verein für tiergerechte und umweltschonende Nutztierhaltung mit Sitz in Bonn. Das Besondere: Neuland wurde nicht von der Fleischer- oder Schlachterbranche gegründet, sondern von fünf gesellschaftlichen Verbänden. Noch heute fungieren drei von ihnen als Trägerverbände: der Deutsche Tierschutzbund” (DTschB), der “Bund für Umwelt und Naturschutz” (BUND) und die “Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft” (AbL).
Die Neuland GmbH Produktvermarktung in Bad Bevensen ist Lizenznehmer des Neuland e. V. und bietet seit 1991 Fleisch aus besonders artgerechter und umweltschonender Nutztierhaltung aus der Region an. Die Bauern, die mit Neuland zusammenarbeiten, haben sich verpflichtet, ihre Tiere nach ganz besonderen Standards zu halten. So werden Schweine, Rinder und Geflügel ausschließlich mit artgerechtem und heimischem Futter versorgt, das weder gentechnisch verändert noch mit leistungsfördernden Zusätzen vermischt sein darf. Darüber hinaus verzichten die Betriebe auf Massentierhaltung und setzen stattdessen auf ausreichend frische Luft und genügend Auslauf. „Bei uns kommt es nicht vor, dass den Tieren vorbeugend Antibiotika verabreicht werden“, erläuterte Neuland Geschäftsführer Thomas Strauß. Durch die besonders artgerechte Haltung seien die Tiere widerstandsfähiger und würden nicht so schnell krank. „Das merkt man später auch an der Qualität: Das Fleisch schrumpft nicht in der Pfanne und Sie können es mit gutem Gewissen genießen“, so Strauß. (Weitere Informationen über Neuland finden Sie unter www.neuland-fleisch.de.
Die Umstellung erfolgt schrittweise an allen Standorten des Studentenwerks und wird spätestens zum Ende des Jahres abgeschlossen sein – betroffen sind insgesamt 12 Mensen sowie 10 Cafeterien und Shops. Jährlich werden dort insgesamt rund 43.000 Eier, 2.500 Liter Vollei, 250 kg Eierstichwürfel und rund 18.000 gekochte Eier verarbeitet.
„Für uns sind diese Verbesserungen nur erste Schritte auf einem langen Weg“, ist Michael Gruner überzeugt. „Unsere Planungen gehen bereits weiter. So wird es vom 1. Januar 2011 an in allen unseren Mensen ausschließlich Kaffee mit dem „FAIRTRADE“ Siegel geben“.