BAföG

BAföG – Besser als jeder Job!

Zum Wintersemester 2019/20 tritt die 26. BAföG-Reform in Kraft. Sie beinhaltet unter anderem eine Anhebung der BAföG-Sätze und der Verdienstgrenzen der Eltern. In anderen Worten: Mehr Studierende bekommen mehr Geld. Hier sind die wichtigsten Änderungen im Überblick:BAföG-Sätze steigen – Wohnpauschale wird erhöht

  • Ab dem Wintersemester 2019/20 wird der BAföG-Höchstsatz für Studierende, die keinen Anspruch auf Unterhalt von ihren Eltern haben von 735 € auf zunächst 853 € im Monat angehoben. Ab dem Wintersemester 2020/21 werden die Leistungen auf 861 € angehoben.
  • Als Wohnpauschale wird anstelle der bislang 250 € dann 325 €  für Miete veranschlagt. Studierende, die noch bei den Eltern wohnen, profitieren deshalb weniger von der BAföG-Erhöhung.

Mehr Studierende erhalten Anspruch auf BAföG – Einkommensgrenzen werden gesenkt

  • Ob jemand Anspruch auf BAföG hat, hängt unter anderem vom Einkommen der Eltern ab. Verdienen sie mehr als die festgelegte Einkommensgrenze, müssen sie das Studium ihres Kindes voll finanzieren. Weil es in den  vergangenen Jahren keine ausreichende Anpassung an die Inflation gegeben hat, bekamen immer weniger Studierende BAföG. Das wurde nun korrigiert mit einer schrittweisen Anhebung der Freibeträge um 16 % bis zum Jahr 2021.

Rückzahlung

  • Es muss weiterhin nur die Hälfte des BAföG zurückgezahlt werden. Die monatliche Rate für die Tilgung des BAföG-Darlehens steigt jedoch von 105 auf 130 € im Monat. Dafür müssen aber künftig höchstens 77 Raten gezahlt werden, also maximal 10.010 €.
  • Neu ist, dass die Restschuld erlassen wird, wenn jemand wegen zu geringem Einkommen eine kleinere Ratenhöhe beantragt und diese Summe immer pünktlich bezahlt hat.
  • Zudem werden BAföG-Schulden künftig nach 20 anstelle von 30 Jahren erlassen – sofern sich die Schuldner*innen in dieser Zeit bemühen, den Zahlungsverpflichtungen nachzukommen.