Das Studentenwerk

Das Studentenwerk

Unsere Aufgaben

Auch wer noch nie eine Hochschule von innen gesehen hat, weiß, dass es dort (fast) immer eine Mensa gibt. Aber selbst Studierenden ist die Einrichtung häufig nicht bekannt, die unter anderem die Mensen betreibt – nämlich das Studentenwerk. Wie der Name schon nahelegt, arbeiten wir, das Studentenwerk, im Dienste der Studierenden. Unsere Aufgabe ist es, sie wirtschaftlich, gesundheitlich, sozial und kulturell zu fördern und damit zu einem erfolgreichen Studium beizutragen.
Konkret heißt das, dass wir preiswerte und leckere Mahlzeiten und Snacks für sie zubereiten, günstigen Wohnraum in unseren Wohnanlagen schaffen, Zimmer vermieten und vermitteln, Kindertagesstätten betreiben, soziale und psychologische Beratung anbieten und durch unser Kulturbüro kulturelle Aktivitäten initiieren und fördern. Auch das „BAföG-Amt” und damit die Beratung und Antragsabwicklung im Bereich der Ausbildungsförderung gehören zum Studentenwerk.

Rechtsform

Das Studentenwerk ist weder eine Einrichtung der Hochschule, noch wird es von den Studierenden betrieben. Vielmehr sind wir eine eigenständige Organisation, nämlich eine Anstalt des öffentlichen Rechts. Gesetzlich festgelegt sind unsere Aufgaben im niedersächsischen Hochschulgesetz (NHG) und in unserer Satzung. Dort ist auch geregelt, dass unsere Arbeit als unabhängige „halbstaatliche” Einrichtung durch einen Verwaltungsrat und einen Vorstand beaufsichtigt wird. In diesen Aufsichtsgremien sind Beschäftigte der Hochschulen, Vertreterinnen und Vertreter des öffentlichen Lebens und nicht zuletzt auch Studierende beteiligt, um die Tätigkeit des Studentenwerks zu lenken.
Als modernes Dienstleistungsunternehmen sehen wir diese enge Anbindung an unsere „Kundschaft” als großen Vorteil – ermöglicht sie doch die direkte Rückkopplung und eine weitere Verbesserung des Angebots. Wir sind daher auch stets dankbar für Anregungen von Studierenden und Universitätsangehörigen.

Zuständigkeit

Das Zuständigkeitsgebiet des Studentenwerks OstNiedersachsen erstreckt sich über die ganze Region Ost-Niedersachsen. Betreut werden die Studierenden der Universitäten und Fachhochschulen mit Sitz in Braunschweig, Clausthal-Zellerfeld, Hildesheim, Lüneburg und Wolfenbüttel. Wir unterhalten darüber hinaus Einrichtungen in Buxtehude, Holzminden, Suderburg, Salzgitter und Wolfsburg, sodass wir insgesamt rund 60.000 Studierende versorgen. Das Studentenwerk OstNiedersachsen hat sich mit insgesamt 57 Mitgliedern im Dachverband Deutsches Studentenwerk e. V. zusammengeschlossen, das insbesondere in sozialpolitischen Fragen die Interessen von ca. 1,8 Millionen Studierenden in Deutschland vertritt.

Finanzierung

Alle Studierenden müssen bei der Einschreibung bzw. Rückmeldung nachweisen, dass sie den so genannten Semesterbeitrag an die Hochschule entrichtet haben. Der Betrag teilt sich auf in einen  Verwaltungskostenbeitrag, der an das Land geht, den Beitrag für die Interessenvertretung der Studierenden (AStA) und den Studentenwerksbeitrag, der für die verschiedenen Standorte unterschiedlich hoch ausfällt (siehe Beitragssatzung).
Ähnlich wie bei der Versicherungspflicht handelt es sich auch hierbei um einen Zwangsbeitrag. Alle Studierenden sind also zu einer Art „Solidargemeinschaft” zusammengeschlossen, um durch relativ geringe Beiträge allen eine breite Palette von Service-Möglichkeiten zu sichern. Den größten Einnahmeposten, nämlich rund 63 %, erzielt das Studentenwerk aber durch eigene Einkünfte, insbesondere durch die Warenerlöse aus Mensen und Cafeterien sowie Mieteinnahmen. Das Land Niedersachsen erstattet die Kosten für Förderungsverwaltung (BAföG) und leistet eine Finanzhilfe, die sich an der Zahl der betreuten Studierenden und der Anzahl der in den Mensen verkauften Essen orientiert.

Organe des Studentenwerks

Organe des Studentenwerks sind der Verwaltungsrat, der Vorstand, der Geschäftsführer und die örtlichen Beiräte an den Standorten Braunschweig, Hildesheim und Lüneburg.
Die Aufgaben, Rechte und Pflichten der Organe sind in der Satzung (III. Abschnitt) festgelegt.

Mitglieder des Verwaltungsrats

Ostfalia
Prof. Dr. Rosemarie Karger (Vorsitzende)
Julia Koczot

TU Braunschweig
Prof. Dr.-Ing. Anke Kayser-Pyzalla
Stefanie Buchholz

HBK Braunschweig
Dr. Rainer Heuer
Marcus Hesse

TU Clausthal
Dr. Georg Frischmann
Sascha Wolf

Stiftung Universität Hildesheim
Prof. Dr. Martin Schreiner
Max Engelking

HAWK
Prof. Dr. Wolfgang Viöl
Nico Pahlke

Leuphana-Universität Lüneburg
Christian Brei
Franziska von Schmeling

Hochschule 21
Dr.-Ing. Rolf Jäger
Hauke Platte

Wirtschaft und Verwaltung
Julius von Ingelheim
Marion Lenz

Beratende Mitglieder des Verwaltungsrats
Alle Vorstandsmitglieder
Sönke Nimz, Geschäftsführer STW ON
Michael Klink, stellv. Geschäftsführer STW ON
Cord von Frieling, stellv. Geschäftsführer STW ON
Götz Draeger, Personalratsvorsitzender STW ON
Bianka Herrmann, stellv. Personalratsvorsitzende STW ON

Mitglieder des Vorstands

Vorstandsvorsitz
Prof. Dr. Wolf-Rüdiger Umbach

Studentische Mitglieder
Marc Dominik Bennett, TU Braunschweig
Catharina Schmidt, TU Clausthal
Lars Herrmann, Stiftung Universität Hildesheim

Nichtstudentische Mitglieder
Prof. Dr.-Ing. Wolfgang Busch, TU Clausthal
Elvi Thelen, Ostfalia
Dietmar Smyrek, TU Braunschweig
Dr. Johanna Jobst, Stiftung Universität Hildesheim

Beratende Mitglieder des Vorstands
Sönke Nimz, Geschäftsführer STW ON
Michael Klink, stellv. Geschäftsführer STW ON
Cord von Frieling, stellv. Geschäftsführer STW ON

Mitglieder der Regionalräte

Die Regionalräte bestehen jeweils aus den Vorstands- und Verwaltungsratsmitgliedern aus der jeweiligen Region, wobei die Verwaltungsratsmitglieder aus Wirtschaft und Verwaltung sowie der Vorstandsvorsitzende keiner Region zugeordnet sind. Hinzu kommt je Hochschule in der Region ein Vertreter oder eine Vertreterin des AStA. Sollte eine Hochschule mehrere Standorte haben, die unterschiedlichen Regionen zuzuordnen sind, kann sie Mitglieder nur in den Regionalrat entsenden, an dessen Standort sie die meisten Studierenden besitzt.
Die Geschäftsführerin bzw. der Geschäftsführer nimmt mit beratender Stimme an den Sitzungen der Regionalräte teil. Er oder sie kann sich vertreten lassen.

Leitbild

Das Studentenwerk OstNiedersachsen bietet den Studierenden und Hochschulen in seinem Zuständigkeitsbereich vielfältige Dienstleistungen. Diese schaffen den Rahmen für ein erfolgreiches Studieren und Arbeiten. Wir fühlen uns den sozialen Belangen der Studierenden, der positiven Entwicklung der von uns betreuten Standorte, dem schonenden Umgang mit den natürlichen Ressourcen und dem Erhalt der Arbeitsplätze im Studentenwerk verpflichtet. Dazu arbeiten wir mit den Studierenden und Hochschulen partnerschaftlich und vertrauensvoll zusammen.
Wir orientieren uns in unserem Handeln vor allem an den Interessen der Studierenden; dabei haben wir den betriebswirtschaftlichen Erfolg unseres Unternehmens im Blick.

Wir lassen uns von folgenden Werten leiten:

Vertrauen 
Wir vertrauen uns gegenseitig: als Personen und in unseren Funktionen. Und wir haben Vertrauen in das Handeln zum Wohl des Studentenwerks. Vertrauen bewirkt Sicherheit und Zuverlässigkeit im Umgang miteinander. In einer Atmosphäre des Vertrauens gelingt es besser, Ideen auszutauschen und Entscheidungen zu treffen. Vertrauen ist eine wichtige Grundlage für viele unserer Werte: Verantwortung, Loyalität, Verlässlichkeit, Kritikfähigkeit, Offenheit und Mut.

Verantwortung
Wir mögen Menschen und arbeiten gern mit ihnen zusammen. Der damit verbundenen Verantwortung sind wir uns bewusst und nehmen sie an. Wir übernehmen Verantwortung für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, für die uns übertragenen Aufgaben, für den Erfolg und Misserfolg des Studentenwerks und auch für unsere Umwelt. Wir stehen für die Konsequenzen unseres Handelns ein und haben das Vertrauen, unseren Kolleginnen und Kollegen eigene Verantwortungsbereiche zu übertragen.

Loyalität
Wir fühlen uns dem Studentenwerk verbunden und zeigen das auch in unserer Haltung gegenüber den eigenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, Vorgesetzten sowie Kolleginnen und Kollegen. Die Ziele des Studentenwerks werden von allen getragen, die gemeinsamen Werte werden gelebt und nach innen und außen gemeinschaftlich vertreten.

Soziales Bewusstsein
Wir richten unser Handeln nicht nur nach Wirtschaftlichkeitskriterien aus. Wir sehen das Studentenwerk als Ganzes und die einzelnen Akteure in ihrem sozialen Umfeld. Dies gilt besonders für die Studierenden sowie für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Wir sind sensibel für unsere eigenen Vorurteile und treten in unserem täglichen Tun gegen jegliche Form der Diskriminierung ein.

Verlässlichkeit
Wir stehen zu Entscheidungen und halten uns an Vereinbarungen. Wir planen mit Blick auf die spätere Umsetzung, kontrollieren unser Handeln und halten Termine ein. Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter tun, was sie sagen und sagen, was sie tun.

Fairness
Wir halten uns an aufgestellte Regeln und Vereinbarungen. Diese gelten für alle gleichermaßen und alle haben im Rahmen ihrer Aufgaben die gleichen Chancen. Sachentscheidungen treffen wir unabhängig von persönlichen Vorlieben und hören bei Konflikten immer beide Seiten. Unsere Zusammenarbeit funktioniert auf der Grundlage einer ehrlichen Haltung.

Respekt
Wir respektieren die Aufgaben, Positionen und Funktionen untereinander und nehmen uns als gleichwertige Personen in unserer Individualität wahr. Unser Umgang ist geprägt von Wertschätzung, Aufmerksamkeit und Rücksichtnahme.

Kritikfähigkeit
Wir betrachten und hinterfragen eigene und fremde Ansichten aus unterschiedlichen Perspektiven. Verbesserungsvorschläge oder Lob formulieren wir direkt und verständlich und nehmen diese ebenso an. Wir trennen dabei Sachliches von Emotionalem. Daraus entwickeln wir eine Wertschätzungs- und Kritikkultur, die auf allen Ebenen des Studentenwerks wirkt.

Offenheit 
Wir sind offen für Neues, wollen neugierig bleiben und sind in der Lage, aufmerksam zuzuhören. Wir sind offen für andere Meinungen, Kulturen und Lebensentwürfe sowie für Sorgen, Nöte, Anliegen und Vorschläge. In einer Atmosphäre der Offenheit besteht die Bereitschaft, ungewöhnliche Meinungen und neue Ideen zu äußern und/oder sich auf sie einzulassen. Das ist die Basis für eine gut funktionierende Teamarbeit.

Mut
Wir stellen uns Herausforderungen und treffen Entscheidungen. Dabei sind wir bereit, kalkulierbare Risiken einzugehen und uns auch unangenehmen Situationen zu stellen. Wir haben Mut, Bestehendes zu hinterfragen – auch eigene Entscheidungen –, neue Wege zu gehen oder an Bewährtem fest zu halten. Wir machen anderen Mut, uns dabei zu begleiten.

Wir wünschen uns, dass alle Beschäftigten diese Werte gemeinsam leben und einander Vorbild sind. Auf diesem Wertefundament sowie auf den vier Säulen Qualitätsmanagement, Personalentwicklung, Kommunikation und Wirtschaftlichkeit beruht der Erfolg unseres Unternehmens.