BAföG

BAföG – Die günstigste Form der Studienfinanzierung!

Beim BAföG (Bundesausbildungsförderungsgesetz) handelt es sich um eine Ausbildungsförderung, die in der Regel zur Hälfte als staatlicher Zuschuss und zur Hälfte als unverzinsliches Darlehen gewährt wird. Die Auszahlungshöhe kann – abhängig vom Einkommen der Eltern (außer bei elternunabhängigem BAföG) sowie vom eigenen Einkommen und Vermögen – monatlich bis zu 861 € betragen. Es muss nur die Hälfte des BAföG zurückgezahlt werden. Die monatliche Rate für die Tilgung des BAföG-Darlehens beträgt 130 € im Monat. Dafür müssen aber künftig höchstens 77 Raten gezahlt werden, also maximal 10.010 €. 

Stell früh deinen Antrag
Du solltest deinen Erstantrag für BAföG möglichst früh, also gleich nach der Zusage zum Studienplatz, stellen. Die Immatrikulationsbescheinigung kannst du nachreichen. BAföG wird vom Antragsmonat an geleistet, frühstens allerdings mit dem Beginn des Studiums. Geht dein Antrag verspätet ein, gilt er nicht rückwirkend ab Semesterbeginn. Die Frist kannst du wahren, in dem du erst einmal einen formlosen Antrag einreichst. Am einfachsten ist es, wenn du den Antrag anschließend www.bafoeg-niedersachsen.de online ausfüllst.

Probier es einfach – ein Versuch lohnt sich
Ob die staatliche Unterstützung von monatlich bis zu 861 € gewährt wird, hängt vom Einkommen der Eltern und vom eigenen Einkommen und Vermögen ab. Das Vermögen deiner Eltern spielt dabei übrigens keine Rolle. Selbst wenn der Anspruch gering ist, lohnt sich der Aufwand, auch weil BAföG-Empfänger*innen keine GEZ-Gebühren zahlen müssen.

BAföG-Rechner im Internet
Vorsicht ist bei BAföG-Rechnern im Internet geboten. Häufig kommt es bereits bei der Eingabe zu Missverständnissen und/oder es werden falsche Ergebnisse geliefert. Wenn du dich dennoch im Internet informieren willst, empfehlen wir: www.bafoeg-rechner.de.

Lass dir mindestens die Hälfte schenken
Für jeden Studiengang ist eine Regelstudienzeit festgesetzt. Während dieser Zeit wird Ausbildungsförderung gezahlt, und zwar zu 50 % als unverzinsliches Darlehen und zu 50 % als Zuschuss. Die Hälfte der Förderung ist somit geschenkt. Die Rückzahlung des Darlehensanteils beginnt frühestens fünf Jahre nach Ende der Förderungshöchstdauer. In vielen Fällen ist der Zuschussanteil größer, weil maximal 10.010 € zurückzuzahlen sind.

    Finanzielle Unterstützung in Zeiten von Corona

    Die Corona-Krise trifft die Studierenden besonders hart: Laut Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks sind deutschlandweit 730.000 Studierende auf ihren Nebenjob angewiesen (Niedersachsen: 54.000). Viele dieser Jobs in der Gastronomie und im Einzelhandel sind mit Beginn der Corona-Pandemie weggefallen. Da oft auch die Eltern von wirtschaftlichen Einbußen betroffen sind, wird zudem die finanzielle Unterstützung durch sie schwierig. Wir raten daher gerade jetzt allen dazu, BAföG zu beantragen. Denn auch für Studierende, die nicht BAföG-berechtigt sind oder es „normalerweise“ nicht wären, lohnt es sich jetzt, einen Antrag zu stellen.

    Vier gute Gründe, jetzt BAföG zu beantragen:

    • Viele BAföG-Berechtigte haben aus verschiedenen Gründen gar nicht erst Förderung beantragt. Sie finden den Antrag zu kompliziert und zeitaufwendig oder befürchten, doch nicht förderungsberechtigt zu sein. Aber auch kleinere Beträge läppern sich mit der Zeit und es gibt nichts zu verlieren.   
    • Die BAföG-Förderung wird nach dem Einkommen der Eltern berechnet. Sollte sich dieses durch die Corona-Krise verschlechtert haben, kann die Förderungssumme des Kindes steigen – oder es besteht ein Anspruch auf BAföG, wo vorher keiner bestand.
    • Auch wenn das Einkommen der Studierenden weggefallen ist, z. B. weil sie ihren Nebenjob verloren haben, könnte jetzt ein Anspruch auf BAföG bestehen, auch wenn das vorher nicht der Fall war.
    • Studierende, die keinen Anspruch auf BAföG haben, z. B. weil sie die Altersgrenze oder die Regelstudienzeit überschritten haben, können Wohngeld beantragen, wenn sie einen BAföG-Ablehnungsbescheid vorlegen. Damit dieser erstellt werden kann, müssen sie aber zunächst einen BAföG-Antrag stellen.

    Den Antrag könnt ihr unter www.bafoeg-niedersachsen.de stellen. Alle Infos dazu und die Kontaktdaten der zuständigen Berater*innen gibt es auf unserer Website unter “Finde deine*n Sachbearbeiter*in”.