Kultur international

Kultur international

Der Lebensraum Hochschule ist so international wie nie zuvor. Das Kulturbüro setzt sich für eine offene, tolerante und kulturell facettenreiche studentische Lebenswelt ein. Wir fördern mit studienbegleitenden Angeboten die interkulturelle Bildung aller Student*innen und beziehen dabei die internationalen Studierenden und Erasmus-Student*innen ebenso aktiv mit ein, wie die internationalen Regelstudent*innen. Unsere Arbeit zielt auf einen gegenseitigen Erfahrungsaustausch zwischen Student*innen unterschiedlicher Nationalitäten, auf ein gegenseitiges Voneinanderlernen und auf die gemeinsame Arbeit in Kulturprojekten. Wir engagieren uns für Partnerschaften und internationale Kooperationen in Europa und bauen Kontakte zu studentischen Initiativen, studentenwerksähnlichen Einrichtungen, Hochschulen und Kulturinstitutionen in den europäischen Nachbarländern auf. Unser Ziel ist es, den studentischen Austausch in kulturellen Projekten, die Verständigung über Ländergrenzen hinweg – insbesondere innerhalb Europas – zu fördern.

Projekte über Landesgrenzen hinweg, können nur mit engagierten Studierenden und der Unterstützung studentischer Organisationen erfolgreich realisiert werden.  Daher freuen wir uns immer über Anregungen, Ideen und Studierende aus Deutschland oder anderen Ländern, die Interesse haben, aktiv mitzuarbeiten.

Interessiert? Dann schreibe eine Mail ans Kulturbüro!


Treffpunkt Europa: Kultur Projekt International

„Urban Sketching“ – ein deutsch-französisches Projekt

Im Süden und  Norden Frankreichs und parallel in Deutschland startete ein neues deutsch-französisches Projekt. Initiiert und vorbereitet vom Kulturbüro in Lüneburg, mit finanzieller Unterstützung des Deutsch-Französischen Jugendwerks/ DFJW, begleitet von Erasmus-Studentinnen und studentischen Initiativen in Frankreich, beteiligten sich in dieser ersten Projektphase Studierende aus Lüneburg, Braunschweig und den französischen Universitätsstädten Montpellier und Rouen aktiv an dem Projekt. “

Das Thema: Die Städte Montpellier, Rouen und Braunschweig mit Zeichenstift und Pinsel erkunden, das Alltägliche oder Besondere festhalten, den Augenblick einfangen. Dieses jedoch nicht im Modus des Handyfotos, sondern mit Zeichenstift, Aquarellfarben, Pinsel und Feder.

Die Zeichnungen der Studentinnen und Studenten aus Deutschland und Frankreich zeigen Straßen, Häuser, Menschen, den Blumenkasten vor dem blauen Fenster, die Stockrose vor der roten, etwas schiefen Backsteinwand in der Lüneburger Altstadt, den Burgplatz mit dem steinernen Löwen in Braunschweig. Auf den Zeichnungen der Studierenden aus Montpellier und Rouen ist der Blick auf die Kathedrale Saint-Pierre und den Place de la Comédie in Montpellier zu sehen und natürlich auch die berühmte Kathedrale in Rouen, die schon von dem Impressionisten Claude Monet in einer Bilderserie von 33 Gemälden festgehalten wurde. Daneben – denn Rouen ist nicht weit von Paris entfernt – zeichneten die Studentinnen und Studenten natürlich auch bei ihren Besuchen in der französischen Hauptstadt in den Straßen von Paris.

Urban Sketching, das sind für die Studierenden nicht nur Zeichenübungen, sondern skizzierte Momentaufnahmen eines Augen-Blicks. Beobachtungen fixiert auf Papier, die im Vorbeieilen oft unbemerkt bleiben, das Alltägliche, das zum Besonderen wird, die Stimmung eines Ortes festgehalten im Skizzenbuch, eine Erinnerung auf Papier.

In einem zweiten Schritt ist vorgesehen, eine Ausstellung mit einer Auswahl aller Zeichnungen aus Lüneburg, Braunschweig, Montpellier, Rouen und Paris mit Studierenden der Arbeitsgruppe „Ausstellungsmanagement“ in Lüneburg im Frühjahr 2020 vorzubereiten und anschließende im Foyer der Bibliothek der Leuphana Universität Lüneburg im Sommer zu präsentieren.

Und in einem dritten Schritt, das so erfolgreich laufende Projekt in Deutschland und Frankreich im kommenden Jahren nicht nur fortzusetzen, sondern auf weitere europäische Nachbarländer auszuweiten. 

Projektleitung: Claudia Jonischkies, Dipl. Des., Kunstpäd. HL/  Kulturbüro Lüneburg

Begleitung/ Leitung der Zeichengruppen und Workshops:

  • Anette Kügler, Künstlerin in Lüneburg
  • Aleksandra Komina, Studentin Architektur in Braunschweig
  • Morgane Ganzedo-Martinez, Designerin in Montpellier
  • Eileen Kelpe, Studentin Romanistische Literaturwissenschaften M.A. Montpellier/ Berlin
  • Javier Garcia Moya, Student Architektur in Rouen/Valencia

Finanzielle Unterstützung:  Deutsch-französisches Jugendwerk DFJW/OFAJ

Weitere unterstützende Einrichtungen:

  • Deutsches Studentenwerk Berlin/DSW
  • Studentische Initiative „Les Grives“, Association d’étudiants internationaux de Montpellier, Université Paul-Valery de Montpellier III

„sans carte“ – ein deutsch-französisches Ausstellungsprojekt

„sans carte – ohne Landkarte“, das ist eine ausstellungstechnisch hoch innovative, intermediale, zweisprachige Ausstellung, die vom Kulturbüro des Studentenwerks gemeinsam mit einer französischen und einer deutschen Studentinnen, begleitet von einer Arbeitsgruppe von Studierenden der Leuphana Universität Lüneburg, unterstützt von einem professionellen Grafiker realisiert wurde. Eine Dokumentation auf 19 Präsentationstafeln mit Skizzen, Texten in Deutsch und Französisch, Fotografien und QR-Codes mit an den Ausstellungstafeln direkt auf Smartphone download- und abspielbaren Kurz-Videos.
Der Ausgangspunkt ist die abenteuerlich anmutende gemeinsame Reise einer französischen und einer deutschen Studentin – Manon Le Hir und Stella Schalamon – eine 7-wöchige Reise durch Laos und Vietnam mit Rucksack, Foto-/Videokamera und Skizzenbuch, aber ohne Landkarte! Die Idee zu einer Reise in ein fernes Land ohne jegliche Kenntnisse von Landkarten der Gegend ist ein Versuch, die Welt mit anderen Augen zu sehen und problematisiert die allgemein übliche Sicht auf die Welt, geprägt von geografischen Karten, politischen (oft umkämpften) Ländergrenzen. Die von der gemeinsamen Reise mitgebrachten Skizzen mit Wegbeschreibungen, kurzen tagebuchartigen Erinnerungstexten, Fotografien und Videoaufnahmen, die nicht nur die Landschaft, sondern besonders auch die Begegnungen mit Menschen anderer Kulturen dokumentieren, bilden das Rohmaterial für eine Dokumentation, die unter Leitung des Kulturbüros des Studentenwerks realisiert wurde. Die deutsch-französische Ausstellung bietet die Chance zu einem gesellschaftspolitischen äußerst aktuellen Thema miteinander ins Gespräch zu kommen. Ein Beitrag von zwei Studentinnen zu einer deutsch-französischen Verständigung, zugleich auch ein Appell zu einer vorurteilsfreien Kommunikation über Ländergrenzen hinweg.
In zweifacher Ausführung mit finanzieller Unterstützung des Deutsch-Französischen Jugendwerks/  DFJW gedruckt, wurde die Ausstellung 2018 zeitlich parallel in der Leuphana Universität Lüneburg/ Deutschland und der Université Lyon 3/ Frankreich gezeigt.  Im Jahr 2019 wandert die Ausstellung weiter, in die Universitätsstädte Orléans und Tours, betreut von CROUS, einer den deutschen Studentenwerken entsprechenden Einrichtung in Frankreich.
Begleitend zu den Präsentationen in Lüneburg, Lyon und Orléans/ Tours wird der von den beiden Studentinnen erstellte,  die Ausstellung begleitende 1-stündige Film „Pierre _ Feuille _ Ciseaux“, gezeigt.

Deutsch-französischer Fotowettbewerb

Bereits seit fünf Jahren sind Studierende in Deutschland und Frankreich jedes Jahr wieder neu aufgerufen, an einem länderübergreifenden Fotowettbewerb teilzunehmen. Ausgeschrieben wird dieser Wettbewerb, der sich ausdrücklich an Studierende aller Studiengänge richtet, in jährlichem Rhythmus vom Deutschen Studentenwerk (DSW), gemeinsam mit der französischen Partnerorganisation in Paris, dem CNOUS (Centre National des Œuvres Universitaires et Scolaires), unterstützt vom Deutsch-Französischen Jugendwerk (DFJW).
Teilnehmende Institutionen und Ansprechpartner für die Studierenden sind die einzelnen Studentenwerke in Deutschland und entsprechend CROUS in Frankreich. Die Preisverleihung, zu der wechselnd nach Frankreich oder Deutschland eingeladen wird, ist zugleich der Start einer parallel durch beide Länder tourenden Wanderausstellung mit allen ausgewählten Fotografien.
Das Ziel ist, bei den Studierenden beider Länder ein Bewusstsein für die Bedeutung Europas nicht nur als Wirtschaftsraum, sondern auch als kulturell bedeutsamer Raum zu fördern und das Engagement für die deutsch-französische Freundschaft zu stärken.

Die Themen der letzten Jahre: 2016 „Tandem“, 2017 „Contact/Kontakt“, 2018 „Ouverture/Offenheit“, 2019 „Engagement“

Deutsch-Französischer Fotowettbewerb 2020

Mobilität/ Mobilité ist das Thema des neuen deutsch-französischen Fotowettbewerbs für Studierende in Deutschland und Frankreich, ausgeschrieben vom Deutschen Studentenwerk/ DSW in Berlin und CNOUS in Paris, finanziell gefördert vom Deutsch-französischen Jugendwerk/DFJW/OFAJ:

5. Deutsch-Französischer Fotowettbewerb zum Thema „Mobilität / Mobilité“

Alle Studierenden, die an einer Hochschule in Deutschland und Frankreich eingeschrieben sind, sind aufgerufen, sich an diesem Wettbewerb zu beteiligen und Fotografien einzureichen.

Einsendeschluss: 31. Januar 2020

Es werden Preise in Höhe von 1.000 € (1. Preis) und 500 € (2. Preis) verliehen.

Die Preisvergabe ist für Ende April 2020 im Info-Café Berlin-Paris (DFJW) in Berlin vorgesehen.

Im Anschluss werden 25 Fotografien in einer Wanderausstellung von den Studenten-/Studierendenwerken in Deutschland und den CROUS in Frankreich 2020 und 2021 präsentiert.

Informationen zum Wettbewerb, Teilnahmebedingungen und Anmeldung auf der Wettbewerbs-Website oder im Kulturbüro.


Weitere Schwerpunkte

Interkulturelle Kommunikation – interkulturelle Bildung

Durch besondere Einblicke in verschiedene Kulturen werden an exemplarischen Themen in Workshops und Arbeitsgruppen Sensibilität für interkulturelle Aspekte entwickelt, die Fähigkeit zur Wahrnehmung der eigenen kulturell geprägten Perspektive trainiert und zum Perspektivwechsel angeregt. Interkulturelle Kommunikation erweitert den Blick auf andere Kulturen. Fächerübergreifende interkulturelle Projekte fördern den Austausch zwischen Studierenden unterschiedlicher Fachrichtungen und Herkunftsländern.
Eine besondere Möglichkeit für internationale und einheimische Studierende über die Arbeit in gemeinsamen Projekten miteinander ins Gespräch zu kommen.

Workshopreihe „Interkulturelles Training“
Hier werden gemeinsam in der Gruppe Kommunikationsabläufe analysiert und Konzepte für alternative Kommunikationsmöglichkeiten vorgestellt. Das Ziel ist, anknüpfend an eigenen Erfahrungen mit Menschen anderer Kulturen, Formen der Kommunikation zu erarbeiten.

Workshopreihe „Interkulturelle Kommunikation: z. B. China“
Unsere Lebenswelt ist ein Ort interkultureller bzw. multikultureller Erfahrung. Angesichts der Internationalisierung, die sich auf alle gesellschaftlichen Bereiche auswirkt, ist interkulturelle Bildung für alle Studierenden eine notwendige Qualifikation. Interkulturelle Bildung stärkt die Fähigkeit zur Wahrnehmung der eigenen kulturell geprägten Perspektive und zum Perspektivwechsel. Ziel der Workshopreihe ist, durch besondere Einblicke in verschiedene Kulturen an exemplarischen Themen – hier am Beispiel China – Sensibilität für interkulturelle Aspekte zu entwickeln. Zu den Projektschwerpunkten – Kultur  und Philosophie, chinesische Schriftzeichen und Sprache, praktische Übungen zur traditionellen Kalligrafie, Qigong und die traditionelle chinesische Medizin – werden externe Referent*innen, die die Themen aus ihrem je eigenen Blickwinkel vorstellen, eingeladen. Ein interdisziplinärer Ansatz.

Veranstaltungsreihe „Kulturen zu Gast“ 
Kulturelle Länderabende, begleitet von Vorträgen, Ausstellungen, Lesungen und Musik im Foyer der Universitätsbibliothek in Lüneburg. Im Mittelpunkt steht,  Einblicke in andere Kulturen zu vermitteln, Studierenden durch die Begegnung mit anderen Kulturen, die Möglichkeit zu eröffnen andere Länder kennen zu lernen.
Eine Veranstaltungsreihe in Kooperation mit der Universität Lüneburg.

  • Länderabend Armenien
  • Länderabend Georgien