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So unterstützen wir Studierende in der Krise

Das Studentenwerk OstNiedersachsen ist auch in der Krise für die Studierenden da, um ihnen den Alltag zu erleichtern. Viele unserer Leistungen sind jetzt sogar gefragter denn je.

Die weltweite Ausbreitung des Coronavirus hat das Leben nahezu aller Menschen in den letzten Wochen komplett verändert. Für die Studierenden bedeutet das, dass der Lehrbetrieb an den Hochschulen bis zum 19. April 2020 ausgesetzt ist und das Sommersemester 2020 als digitale Vorlesungszeit ohne Präsenzverpflichtung durchgeführt wird. Studierende werden aber vor allem in finanzieller Hinsicht hart von den Folgen der Corona-Pandemie getroffen. Viele haben ihre Nebenjobs verloren, einige können von ihren Eltern in der Krise nicht mehr so unterstützt werden wie zuvor; ihren Lebensunterhalt müssen die Studierenden aber weiterhin finanzieren.

Das Studentenwerk OstNiedersachsen ist auch in der Krise für die Studierenden da, um ihnen den Alltag zu erleichtern. Viele unserer Leistungen sind jetzt gefragter denn je. Dazu gehören besonders die Beratungsangebote der psychologischen Beratungsstellen, der Sozialberatungen und der Studienfinanzierung, aber auch andere Leistungen:

  • Wir arbeiten mit Hochdruck daran, dass möglichst viele Studierende BAföG erhalten, da das die wichtigste Sozialleistung für Studierende zur Finanzierung ihres Lebensunterhalts ist. Wir fordern die Studierenden ausdrücklich dazu auf, einen BAföG-Antrag zu stellen, entweder weil wegen der neuen Einkommenssituation (auch der Eltern!) jetzt ein BAföG-Anspruch entstanden sein könnte oder weil man in bestimmten Fällen mit einer Ablehnung die Wohngeldberechtigung erhält.
  • In unseren Sozialberatungen besprechen wir mit den Studierenden weitere Finanzierungsmöglichkeiten wie z. B. Stipendien und Studienkredite sowie Liquiditätshilfen wie z. B. das Aussetzen von Mietzahlungen oder Zahlungsaufschübe bei den Krankenkassen. Außerdem haben wir einen Fonds, aus dem wir einzelnen Studierenden in besonderen Härtefällen ein Darlehen gewähren können.
  • Wir stehen den Studierenden emotional zur Seite, z. B. in Gesprächen in unseren psychotherapeutischen Beratungsstellen. Darüber hinaus tauschen wir uns mit ihnen auch über unsere Social-Media-Kanäle aus und informieren sie regelmäßig über wichtige Neuigkeiten.
  • Wir setzen uns politisch für die Studierenden ein: Unter anderem haben wir gemeinsam mit den anderen Studentenwerken in Niedersachsen Wissenschaftsminister Björn Thümler einen Vorschlag für einen Nothilfefonds in Höhe von 19 Mio. Euro unterbreitet. Dieser Fonds soll über die jeweiligen Studentenwerke möglichst unbürokratisch Mittel an diejenigen Studierenden vergeben, die durch die Coronakrise in eine finanzielle Notlage geraten sind.
  • Wir stellen weiterhin günstigen studentischen Wohnraum zur Verfügung, verzeichnen allerdings durch das Ausbleiben vieler ausländischer Studierender einen erhöhten Leerstand. Die Mitarbeiter*innen der Haustechnik und der Servicebüros sind vor Ort. Sie unterstützen und betreuen die Studierenden bei Ein- und Auszügen und führen Neuvermietungen durch. Die Versorgung der Wohnheime mit zuverlässigem Internet wird durch die Mitarbeiter*innen der IT-Abteilung sichergestellt.
  • Unsere Kulturbüros sind ebenso weiterhin für die Studierenden da. Auch wenn die meisten Veranstaltungen im Sommersemester vermutlich nicht wie geplant stattfinden können, sind einige digitale Angebote in der Planung. Zudem besteht für Studierende weiterhin die Möglichkeit, Anträge auf finanzielle Förderung ihrer Kulturprojekte einzureichen.

Die Leistungen der Hochschulgastronomie sind zwar zurzeit durch eine landesweite Verfügung ausgesetzt, wir sind allerdings darauf vorbereit, die Versorgung der Studierenden mit Speisen und Getränken kurzfristig wiederaufzunehmen. Auch zu Beginn der Krise hatten wir an fast allen Standorten bis zum letztmöglichen Zeitpunkt geöffnet. Wir können die Kurzarbeit jeder Zeit widerrufen, unsere Mitarbeiter*innen halten sich bereit. Vor diesem Hintergrund finden wir es nur fair, deren Kurzarbeitergeld aufzustocken. Das gilt auch für die Beschäftigten in der Kinderbetreuung, die wir im Moment ebenfalls nicht durchführen dürfen. In den Kitas befinden sich die Leitungen aber alle noch im Dienst und halten regelmäßigen Kontakt mit den Eltern und mit ihren Teams.

Ohne Studentenwerksbeiträge geht es nicht!
Auch die Studentenwerke sind von der Coronakrise wirtschaftlich getroffen. Wir müssen Einnahmeausfälle in den Mensen, Cafeterien und Wohnheimen verkraften, für die wir keine staatlichen Ausgleichszahlungen erhalten. Unsere erheblichen Fixkosten laufen trotz Krise weiter und die Gebäude und Geräte müssen weiter unterhalten werden. Beratungsleistungen, mit denen wir keine Erlöse erzielen, erbringen wir weiter, und wir setzen uns auch weiter politisch für die Studierenden ein.

Daher sind wir weiter und mehr denn je auf die Studentenwerksbeiträge angewiesen, die über ein Viertel unserer Finanzierung ausmachen. Bei den Beiträgen handelt es sich um eine Sozialabgabe, die von allen Studierenden bei Einschreibung oder Rückmeldung erhoben wird, unabhängig davon, ob sie die Leistungen des Studentenwerks auch tatsächlich in Anspruch nehmen (Solidarbeitrag).

Vor diesem Hintergrund werden wir den Studierenden keine Studentenwerksbeiträge für das Sommersemester 2020 zurückerstatten können.