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Nothilfe für Studierende kommt (immer noch) nicht an

Studierende, die durch Corona in finanzielle Not geraten sind, warten schon seit Monaten auf das Geld aus dem Nothilfefonds der Bundesregierung. Demnächst soll das Geld nun fließen, aber dem Studentenwerk OstNiedersachsen liegen zurzeit immer noch keine abschließenden Informationen zum Verfahren vor.

Mitte März wurde über Deutschland der Lockdown verhängt; mit einem Schlag verloren viele Studierende ihren Nebenjob und damit einen großen Teil ihrer Studienfinanzierung. Ende April kündigte das Bundesbildungsministerium einen Nothilfefonds in Höhe von 100 Millionen € für Studierende an. Jetzt – Anfang Juni – warten die Studierenden immer noch auf das Geld.

Mittlerweile werden die Forderungen der Studierenden immer lauter. Wir können das gut verstehen und teilen die Kritik. Die Arbeitsgemeinschaft Niedersächsischer Studentenwerke hat sich schon im März mit einem konkreten Vorschlag für eine schnelle und unbürokratische Hilfe an die Landespolitik gewandt und Lösungen eingefordert. Die fünf niedersächsischen Studentenwerke schlugen dem Wissenschaftsminister Björn Thümler damals einen Nothilfefonds in Höhe von 19 Mio. € vor. Die Mittel sollten über die niedersächsischen Studentenwerke schnell und möglichst unbürokratisch ausgezahlt werden. Dass es nun, Monate später, für niedersächsische Studierende immer noch keine landesweite echte – das heißt, nicht rückzahlbare – Hilfe gibt, ist nicht hinnehmbar!  

Natürlich stehen alle Beteiligten vor einer großen Herausforderung. Die Vergabekriterien und das Verfahren für die Bundesmittel, die mittlerweile unter dem Namen Überbrückungshilfe laufen, müssen aus dem Boden gestampft werden, einschließlich eines Online-Portals. Aber es muss für die Studierenden – und für die Studentenwerke – auch endlich Klarheit geschaffen werden, sowohl hinsichtlich des Zeitpunkts als auch hinsichtlich der Höhe und der genauen Bedingungen der Auszahlung. Noch kennen wir nicht alle Details, aber wir sind darauf vorbereitet, die Anträge zügig bearbeiten zu können. Bis zu zwanzig Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stehen bereit, damit das Geld dann hoffentlich endlich bei den Studierenden ankommt.